Deutsche Steuerpolitik und Göppinger Honorare
Gegenüber dem Vorjahr hat unsere Agentur im 1. Halbjahr den Umsatz um 20.000 auf 170.000 Euro gesteigert. Das hat unserem GbR-Trio gestern der Steuerberater dargelegt. Damit haben wir das Limit der Selbstausbeutung aber allmählich erreicht, weshalb wir schon länger darüber nachdenken, einen Volontär auszubilden oder einen Redakteur einzustellen. Denn interessante und anspruchsvolle Arbeit ist in unserer Agentur genug vorhanden.
So hatte ich unseren Steuerberater gebeten auszurechnen, was uns ein Volontär jährlich kostet, der monatlich netto 1700 Euro verdient. Das Ergebnis: 40.000 Euro. Kommen dann noch allgemeine Büro- und Fahrtkosten hinzu, liegen wir bei 45.000 Euro. Sollen dann der Betreuungs-, Akquisitionsaufwand und das Risiko der Agentur noch berücksichtigt werden, muss der Volontär jährlich 90.000 Euro Umsatz "machen", damit sich der Aufwand für uns drei GbR-Partner lohnt.
Denn auf die 45.000 Euro Mehrumsatz entfallen 43 Prozent Spitzensteuersatz. Und was übrig bleibt, wird unter uns drei Partnern verteilt. Fazit: Ein sozialversicherungspflichtig beschäftigter Volontär muss fast soviel Umsatz bringen wie ein GbR-Partner mit zehn Jahren Berufserfahrung als Wirtschaftsredakteur. Und dann hat dieser noch 40-Stunden-Woche und 28 Tage Urlaub im Jahr. Rahmenkonditionen, die in unserer Agentur bislang niemand hat.
Das Beispiel zeigt dramatisch, wie leistungsfeindlich unsere Arbeitswelt längst geworden ist und wie sehr die Rahmenbedingungen unsere Euphorie bremsen, etwas zu bewegen. Denn umgekehrt spüren wir bei unseren mittelständischen Kunden eine Preissensibilität, die nur wenig Spielraum für Honorare lässt, die 20 und mehr Prozent höher liegen. Und nur dann könnten wir einen Redakteur beschäftigen, der bspw. 3000 Euro im Monat verdient.
Machen wir also vorerst weiter mit der Selbstausbeutung. Schließlich finden wir viel Freude und Sinn in der Arbeit und haben stets das Bewußtsein, freie Männer zu sein, die niemandem nach dem Mund reden müssen. Ein Privileg, das wir ebenso zu schätzen wissen, wie die Gewissheit, von unseren Kunden gebraucht zu werden, weil wir ihnen einen echten Mehrwert bieten. Weil man unseren Idealismus aber nicht zum Maßstab für Standortpolitik machen kann, halte ich die Diskussionen um die Garantien für Rentner für geschäftsschädigenden Populismus. Damit macht man es noch unwahrscheinlicher, dass Dienstleister wie wir abgabenpflichtige Arbeitsplätze schaffen.
Mein ultimativ schönstes Geburtstagsgeschenk
Nachdem im Web 2.0. Privates und Berufliches immer häufiger verwischt, hier ein typisches Beispiel für diesen Trend. Die sehr intimen Aufnahmen stammen aus dem Leben eines schwäbischen PR-Beraters und Blog-Autors und wurden komponiert von seinem knapp 20-jährigen Sohn Konrad, der auch Bilder aus dem Fundus seiner fast halb so alten Schwester Lea verwendete. Film ab!
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Neuer Kunde heute in Spiegel Online
Am 11. Mai hatte ich in meinem Blog geschrieben, dass die Unternehmensberatung tempus von Prof. Jörg Knoblauch neuer Kunde unserer Agentur wurde. Mittlerweile haben wir bereits 17 Veröffentlichungen in Tageszeitungen und Fachmagazinen für die Berater aus Giengen.
Heute zitiert Spiegel Online unter der Überschrift "Ordnung am Arbeitsplatz" mehrfach tempus-Geschäftsführer Jürgen Kurz. Der Organisationsberater hat zu dem Thema 2007 den Bestseller "Für immer aufgeräumt - Zwanzig Prozent mehr Effizienz im Büro" geschrieben; hält regelmäßig Seminare, bei denen "Volltischler" wieder den Überblick erhalten und spricht über das "schlanke Büro" auf Kongressen.
Weiterbildung für das Medienberater-Team
Weil wir sehr viel Zeit im Büro miteinander verbringen und uns nur selten jenseits der Arbeit erleben, legten wir vorigen Samstag unseren quartalsweise stattfindenden Strategietag in ein Wochenende, zu dem auch unsere Kinder und Praktikanten willkommen waren. Als Gäste brachten sich der Unternehmer Erich Kleisz und seine Frau Yvonne, eine Psychologin, in das Wochenende ein, das wir in einem Selbstversorgerhaus in Hohenberg bei Ellwangen verbrachten.
Im Rahmen des Strategietages sprachen wir über die aktuelle Situation bei unseren Kunden, interne Zuständigkeiten und Marketingaktivitäten unserer eigenen Firma, die von diesem PR-Blog über unser Engagement im Frisch Auf-Freundeskreis bis hin zu Presseberichten mit mir als zitiertem PR-Experten reichen. Jüngster Erfolg ist die Juni-Ausgabe des Tour-Magazin, in dem ich als Experte für Krisen-PR mich zu den Liefer- und Komunikationsproblemen bei dem Koblenzer Rennradhersteller Canyon äußere.
Breiten Raum in unserer Diskussion nahm auch die Krise der Printmedien ein, da dort Titel und Ressorts teils liquidiert, auf reine Onlineversionen umgestellt oder Umfänge und Erscheinungshäufigkeit mangels Anzeigen halbiert werden. Damit gehen uns (und anderen PR-Agenturen) Veröffentlichungschancen verloren. Andererseits zählt jeder Treffer in seiner Beachtung doppelt, weil die Medienlandschaft übersichtlicher wird, und die Bedeutung des Internet steigt.
Interessant waren Kleisz' Ausführungen, der nach 30 Jahren Aufbau seines 20-Mann-Unternehmens in Reutlingen, dieses für sechs Monate komplett den Mitarbeitern überließ, weil der 54-Jährige mit der Familie für diesen Zeitraum Ausstieg und in Neuseeland lebte. Das hat viel mit Delegation, Kommunikation und Führung zu tun, was uns wertvolle Impulse gab. Seine Frau Yvonne, die als Familientherapeutin arbeitet, beleuchtete den Aspekt Familie und Beruf sowie die Rolle von uns oft abwesenden Männern für unsere Kinder (und Frauen).
Dazwischen machten wir in der 14-köpfigen Gruppe Lagerfeuer, Nachtwanderung, spielten Fußball, flachsten und kochten miteinander. So erlebte jeder GbR-Partner die Kinder seiner Kollegen und zugleich die Kollegen als Väter, was das gegenseitige Verständnis stärkt und den Zusammenhalt festigt. Tenor unserer acht- bis 13-jährigen Kinder, die dabei waren (insgesamt haben wir zehn!) : Das machen wir wieder. Und: So blöd ist eure Firma ja gar nicht.
Rettet die Freiheit und den Fassanstich

Ist ab Donnerstag, 14. Mai, mit ihrem Bierzelt wieder beim Göppinger Maientag: Die Stuttgarter Göckeles-Festzeltwirtin Josefine Maier.
Arme Filderstädter. In welcher Geisteshaltung werden die 44000 Schwaben in Flughafennähe regiert? Persönlich hätte ich ja ohnehin aus Prinzip keine OB-Kandidatin mit Doppelnamen gewählt. Das haben die Filderstädter jetzt davon: Ihre seit 8. Oktober 2007 amtierende Gabriele Dönig-Poppensieker hat nun in einem Interview mit den Stuttgarter Nachrichten als Sofortmaßnahme gegen das Komasaufen unter jungen Leuten tatsächlich gefordert, bei Stadtfesten auf den traditionellen Faßanstich samt Freibier zu verzichten. Statt dessen solle heimischer Apfelsaft ausgeschenkt werden, um ein Zeichen gegen Jugendalkoholismus zu setzen.
Das ist typisch. Ein paar Verwirrte und von Eltern und Gesellschaft nicht Erzogene diktieren der Allgemeinheit die Regeln. Bier trinken schon die Mönche im Kloster seit Jahrhunderten. Wieso kommt dann kein Jugendlicher auf die Idee, zur Besinnung für ein paar Tage ins Kloster zu gehen? Wir könnten auch Pommes oder Schokolade verbieten, weil zuviele Kinder zu dick sind. Gut gedacht, Genossin Dönig-Poppensieker. Ihre Logik bestätigt mich einmal mehr, dass es 2005 höchste Zeit war, nach 17 Jahren aus der SPD auszutreten. Ich trinke nämlich auch gerne Bier, z.B. nach 12 Stunden Arbeit am Schreibtisch zum Vesper oder im Göckelesmaier-Festzelt auf dem Stuttgarter Wasen oder beim Göppinger Maientag. Weil das Gerstengetränk schmeckt, erfrischt und der gesamte Vorgang Lebensqualität in sich birgt.
Die spannendere Frage, liebe Gabriele Dönig-Poppensieker, ist doch, wie uns die Jugendlichen nicht nur im Trinkverhalten nachahmen, sondern in unserer gesamten Lebensgestaltung, also auch in Sachen Disziplin, Pflichtbewußtsein oder Maßhalten in allen Belangen, egal ob Konsum, Arbeit oder PC. Denn Umgang mit der eigenen Freiheit lernt man nicht durch Verbote, sondern Vorbild, Zuwendung und Kommunikation. Selbst als PR-Berater kann ich sie aber nicht loben. Denn mit der Headline "Der Fassanstich ist Alkoholverherrlichung" wollte ich meine Heimatstadt nicht überregional in den Medien sehen. Wer will denn da schon wohnen?
Hans Fromm (89): Gedenken an meinen Vater

Pflichtbewußt und katholisch: Das waren die Ideale meines Vaters (re.), der am Montag zu Hause gestorben ist. Mit meiner Mutter Elisabeth war er 2007 87-jährig zu meinem Geburtstag nach Göppingen gekommen. FOTO: Fiore Tartaglia
Erst die Pflicht, dann das Nützliche und dann das Vergnügen. Das war einer der Sprüche meines Vaters, mit denen er mich konfrontiert hat als ich zwölf war. Ein anderer Spruch: Du musst lernen zu lernen. Neben dem strengen (manchmal ungnädigen) Katholizismus war es vor allem dieses (verdammte) Pflichtgefühl, das mich geprägt hat. Ideale Voraussetzungen, um Leistung zu bringen. Seit gestern ist mein Vater tot und zum Glück habe ich längst meinen Frieden mit ihm gemacht. Wenn ich Marathon laufe oder mit Tagesetappen von 160 Kilometern durch die Alpen strample, dann weiß ich, es ist dieselbe Zähigkeit, mit der mein Vater fast bis Moskau marschiert ist, bei minus 25 Grad in Sommeruniform den russischen Winter durchlebte oder sich schwer verletzt zum Lazarettplatz zurückkehrte. Ein Fromm gibt nie auf (und selten nach!). Sein Leistungsanspruch war aber auch schmerzvoll: Skat spielte er erst mit 85 mit mir, als das Alter ihn milde gemacht hatte und seine "echten" Partner längst dement waren. Mein Vater wollte immer der Beste sein. Das Verlieren können musste ich deshalb bei anderen lernen und es gehört noch heute nicht zu meinen Stärken. Umgekehrt ist dieser Instinkt in der Selbstständigkeit sehr nützlich: Ich springe eben so hoch, wie der Brotkorb hängt.
Auch meine Mutter ist eine sehr fromme Frau, was sich in den drei Monaten seiner Pflege zu Hause in Neckarsulm gezeigt hat. Von ihr habe ich das Kommunikative, auf Menschen zugehen, Situationen und Stimmungen aufnehmen können, was in meiner Branche auch sehr hilfreich ist. Die Spiritualität habe ich aber vom Vater, der schon als Zwölfjähriger zu Augustinern ins Internat musste, weil er Pater werden sollte. Um diesem Schicksal zu entrinnen, ging er 1938 nach dem Abitur zum Reichsarbeitsdienst und war ab 1939 Soldat. Mit Stolz erfüllt mich, dass er trotz seiner Talente weder bei der Wehrmacht, noch erst recht bei den Nazis (SS) Karriere machte und statt dessen lieber Tag für Tag sich den Risiken eines einfachen Frontsoldaten aussetzte und sich sogar von den Landsern verspotten ließ, weil er stets seinen Rosenkranz bei sich hatte. Dies war seine Art, Widerstand zu leisten. Stolz war ich auch, wenn er erzählte, wie sie als Augustinerzöglinge immer sonntags in Formation ihren Sonntagsspaziergang machten. Der begleitende Pater habe sie instruiert, nie auf die Hitlerjungen zu achten, die ihnen jeden Sonntag auflauerten und sie johlend mit Dreckbollen bewarfen. Einmal aber hätten sie verabredet, auf ein geheimes Zeichen hin gemeinsam loszustürmen und die HJ-Dümmlinge ordentlich zu versohlen. Es gefiel mir, dass auch mein Vater Temperament zeigen konnte. Und es bewegte mich, wenn er in der Adventszeit über Kriegserlebnisse sprach. Wenn etwa die, die zuvor gespottet hatten, in ihrer Todesstunde schwerst verletzt ihn baten, seinen Rosenkranz halten zu dürfen.
Und nun ist er tot. Ich bin dankbar, dass er demütig und gottergeben loslassen konnte im Vertrauen auf die Erlösung. Sein Sterben ist mir ein Vorbild. Seine guten Charakterzüge möchte ich weitertragen. Sein häufig erwähntes Augustinuszitat "Liebe und dann tue, was Du willst" will ich im Herzen bewahren - und möglichst oft diesem hohen Anspruch gerecht werden. Danke, dass wir fünf Geschwister ihn hatten und uns noch immer haben.
Beziehungen pflegen statt Massenmails versenden
Pressehof, Pressebox oder AutomationBC - die Zahl der Internetplattformen, die Redakteure mit Pressemitteilungen versorgen wollen, wird immer unübersichtlicher. Dabei frage ich mich, wo der Nutzen liegen soll. Sicher hat die Vorstellung Charme, eine Pressemitteilung im Internet nur noch in ein Forum stellen zu müssen und schon landet sie auf dem Bildschirm eines interessierten Redakteurs.
Doch die Sache hat mindestens einen Haken: Wirklich wichtige Redakteure, also Entscheider, schotten sich seit Jahren gegen die beliebige Informationsflut mehr und mehr und immer systematischer ab. Wer sie überhaupt ans Telefon bekommt oder von ihnen eine Antwortmail erhält weiß, dass sie schon mit den 200 und mehr Mails pro Tag überfordert sind, die sie bekommen.
Mehr noch: Solche Redakteure wollen punktgenau und qualifiziert bedient werden. Sie machen sich nicht selbst die Mühe (diese Zeit haben sie gar nicht), Online-Plattformen zu sichten oder Newsletter zu abonnieren, um noch mehr Mails zu bekommen, von denen sie 90 Prozent gar nicht sichten und 99 Prozent gar nicht verwenden (können).
Wenn ich bislang die Macher solcher Presseportale zurückgerufen habe, schließlich will ich ja keinen Trend verschlafen, konnte mir keiner plausibel erklären, wie die eingestellten News ihre Adressaten finden. Die Akteure hatten nicht einmal eine Ahnung, wie Redakteure tatsächlich arbeiten, wie ihre Arbeitsbedingungen aussehen und unter welchem Erfolg- und Zeitdruck sie stehen. Im Gegenteil hörten sie mir dann interessiert und neugierig zu, wenn ich Ihnen davon erzählte und kurz skizzierte, wie ich arbeite: Zwar hundertfach aufwändiger, aber tausendfach effektiver. Ich rufe die Redakteure, die ich meist seit Jahren auf Grund der qualifizierten Verbindung kenne, persönlich an und skizziere das geplante Thema mit der Bitte, etwas mailen zu dürfen. Oder ich maile, mit der Bitte zu reagieren. Das tun die Adressaten in der Regel auch, weil sie mich als Kollegen wertschätzen und/oder weil sie wissen, dass ich nachfasse, wenn ich nichts von ihnen höre. Und das würde deren Zeit noch mehr in Anspruch nehmen.
Diese Kollegen wissen aber auch, dass sie von mir nicht aus Zufall (oder Unkenntnis) kontaktiert werden, sondern aus meinem Verständnis heraus, dass dieses Thema in ihr Heft und in ihr Ressort passen müsste. Auf diese Weise belästige ich nicht 200 oder mehr Adressaten, sondern nur fünf, zehn oder höchstens mal 20. Dafür habe ich aber eine Trefferquote von mindestens 50 Prozent, während der meiste virtuelle Schrott nur den Dschungel verdichtet, der meine PR-Dienstleistung für noch mehr Firmen attraktiv oder sogar notwendig macht. www.der-medienberater.de, Tel. 07161/918942, Leonhard Fromm.
Trauer um den frommen Milliardär Adolf Merckle
Mit Entsetzen habe ich gestern in den Nachrichten vom Suizid Adolf Merckles gehört. Wie verzweifelt muss der Milliardär aus Blaubeuren gewesen sein, diesen Schritt zu tun? Niemandem steht ein Urteil zu. Ein Gedanke drängte sich mir aber sofort auf, gerade weil der 74-Jährige offenbar ein frommer, bibelfester Mann war: Warum suchte er in seiner Verzweiflung nicht Trost bei Hiob, den Gott im Alten Testament auf die Probe stellt, in dem er ihm alles nimmt, sogar seine Kinder?
Gerade, weil ich selbst ein stolzer Mensch bin, der sehr ungern verliert, verstehe ich die Gefühle, die ihn monatelang umgetrieben haben müssen. Und als PR-Profi war mir auch aufgefallen, dass der Mann, der jahrzehntelang kaum in Erscheinung trat, sicher unter der Publizität litt, die ihm seit März 2008 zuteil wurde. Damals revidierte er die Entscheidung, seinen Sohn Philipp den Generikahersteller Ratiopharm leiten zu lassen. Denn seither kam er eher mit bad news in die Medien.
Dem tüchtigen Unternehmer mit dem bescheidenen Auftreten in der Öffentlichkeit hätte ich gewünscht, dass er im Laufe seines Lebens häufiger (kleinere) Niederlagen erleiden muss, um seine Leidensfähigkeit und Demut zu trainieren. Denn letztlich ist uns alles, sowohl die rasche Auffassungsgabe, die Entscheidungsfreude wie auch das Glück oder liebe Menschen von Gott geschenkt. Aber alles ist nur geliehen. Auch unsere Kinder, unsere Gesundheit oder unser vermeintlicher Erfolg. Letztlich gehört uns nichts - außer unserer inneren Freiheit. Nun ist uns Adolf Merckle voraus gegangen, denn sterben müssen wir alle.
Keine Hektik beim Bloggen
Die Slow Blogger Bewegung aus den USA ist nun offenbar auch in Europa angekommen. Das berichten zumindest die Stuttgarter Nachrichten, die vermutlich best gemachte Regionalzeitung in Baden-Württemberg, am 3. Januar. Und es würde auch Sinn machen. Denn als einzelner Blogger in den Wettstreit mit Nachrichtenagenturen und - redaktionen treten zu wollen, selbst wenn diese mit schwachen Angestellten besetzt sein sollten, wäre ja vermessen und gleichfalls ein Indiz für Selbstüberschätzung.
Jedenfalls sind die Slow Blogger der Ansicht, dass nicht alles, was passiert, sofort dokumentiert, interpretiert und kommentiert werden muss. Es könne auch reichen, sich nur alle paar Tage oder gar Wochen mit einem Beitrag zu Wort zu melden, der dann bspw. in aller Ausführlichkeit das Lächeln eines Kindes oder das Rieseln des Schnees beschreibt. Oder, möchte ich als Zoon Politicon anmerken, das Sterben einen palästinensischen Kindes? Begründer der Slow-Blogger-Bewegung ist laut der zitierten Zeitungsmeldung Todd Sieling, der in der New York Times die "Ablehnung der Unmittelbarkeit" manifestierte.
Demnach liege ich zumindest mit den zeitlichen Abständen meiner Wortbeiträge richtig. Und Internetmarketing-Experte Reinhard Schmidt (www.aranex.de) beruhigte mich schon vor längerer Zeit, manche Suchmaschine bewerte Blog-Foren mittlerweile auch nach sprachlicher Qualität, so dass ich mir gute Chancen ausrechnen kann, gelegentlich auch gefunden und gelesen zu werden. Deshalb hier nochmals die Bitte um Kommentare zu meinen Beiträgen. Gruß und Dank www.der-medienberater.de
