leonhard fromm der medienberater

18Sep/110

Innovationsallianz auf Youtube

This video was embedded using the YouTuber plugin by Roy Tanck. Adobe Flash Player is required to view the video.Seit rund einem halben Jahr arbeiten wir für die Innovationsallianz Baden-Württemberg, in der sich landesweit 12 Institute zusammengeschlossen haben. Ihr Ziel: Nach außen, insbesondere gegenüber der Politik, die Forschungsgelder vergibt, gemeinsam auftreten, um bekannter zu werden. Im Haus der Wirtschaft in Stuttgart präsentierte sich die Allianz kürzlich.

Neben klassischer Pressearbeit in Stuttgarter Zeitung, Stuttgarter Nachrichten oder bw Woche, vormals Staatsanzeiger, also typischen Medientiteln, die Landespolitiker regelmäßig lesen, bringen wir die Allianz auch in IHK Magazine, wo einzelne Institute ihren Sitz haben (regionale Relevanz), oder in Fachzeitschriften. Dann nämlich, wenn Firmen einzelner Branchen vom Technologietransfer profitieren.

Bei der Präsentation in Stuttgart haben wir aber auch eine Film produziert und unter anderem bei Youtube eingestellt, um das komplexe Forschungsthema auch zu visualisieren. Denn bewegte Bilder sagen mehr als tausend Worte, sind zudem leichter verdauliche Kost und die Innovationsallianz ist auf diese Weise auch auf Youtube vertreten. Und per Suchbegriff dort auffindbar. Das ist Teil unseres Social Media-Services, den wir für immer mehr Kunden erbringen.

8Jun/110

Barbarossa-Musical setzt Maßstäbe

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Die Aufführung von "Barbarossa - Das Musical" hat mich sehr stolz auf unsere Stadt Göppingen, die beteiligten Lehrer des Mörike-Gymnasiums und selbstverständlich auf meine Tochter Lea (12) gemacht, die als Reh, Rabe und Tanne mitwirkte. Am Samstag und Sonntag fanden die knapp dreistündigen Aufführungen statt vor jeweils mit 800 Besuchern ausverkauftem Haus in der Göppinger Werfthalle. Rund 200 Akteure von den Hauptrollen und Statisten über das Orchester bis zu Maske, Technik und Licht hatten sich ein Jahr intensiv auf das Projekt vorbereitet.

Der lokale TV-Sender Filstalwelle hat erfreulicherweise das Opum in voller Länge aufgezeichnet und nun schon mal einen sechsminütigen Beitrag online gestellt. Was mir an dem Projekt gefällt: Hier ergreifen Menschen aus unserem Landkreis Initiative, realisieren ihre Visionen, begeistern Menschen, sind beharrlich in der Umsetzung und liefern ein hoch professionelles Ergebnis, das Wertschöpfung und Standortmarketing für die Stadt und den Landkreis bedeutet.

Mehr noch: Die beteiligten Erwachsenen um Lehrerin und Regisseurin Annette Voigtländer und den Heininger Komponisten Hans-Ulrich Pohl infizieren hier dutzende Jugendliche mit Werten wie Disziplin, Ausdauer oder Teamgeist, die für deren weitere Entwicklung unverzichtbar sind, sollen sie beruflich, familiär und ehrenamtlich später einmal ihren Beitrag zu einer lebenswerten Gesellschaft leisten. Dafür kann ich allen Beteiligten nur wieder und wieder Danke sagen.

Die drei Stunden im Musical waren ein wundervoller Ohren- und Augenschmauß und die Perspektive, alle zwei Jahre nun eine Musicalwoche in Göppingen zu etablieren - im Wechsel zu den Staufer-Festspielen, die Alexander Warmbrunn mit seinen Operetten angestoßen hat - macht das Leben und Arbeiten in dieser Stadt wieder ein Stück lebenswerter.

So wie es Andreas Schweickert 1999/2000 geschafft hat, den Göppingern mit konkreten Einzelschritten aufzuzeigen, wie ihre geliebten Handballer wieder in die 1. Bundesliga zurückkehren könnten. Traditionsverein Frisch Auf beendeten die jüngsten Saison übrigens als Europapokalsieger und als Tabellenfünfter - in der härtesten Liga der Welt. Frisch Auf!

22Apr/110

Neuer Kunde ab Mai mit 553 Mitarbeitern

Ein echter Macher: Hans-Günther Mack.

Ein echter Macher: Hans-Günther Mack beliefert auch den FC Bayern.

Hans-Günther Mack passt wundervoll in unser Kundenprofil: Mit 553 Mitarbeitern und 40 Filialen in Ostwürttemberg und darüber hinaus hat seine Bäckerei mit Sitz in Westhausen die ideale Größe für unsere Agentur. Und dass er bis Heiligendamm bundesweit elf 5-Sterne-Häuser, den FC Bayern und sämtliche ICE-Fernzüge mit Brot und Brötchen beliefert, macht ihn interessant für uns (und damit für die Medien).

Mehrmals bereits hat der 52-Jährige Papst Benedikt in Rom mit Brot beschenkt und 2010 verkaufte der Macher in Chicago, dem weltweit größten Weihnachtsmarkt, Zimtsterne und Früchtebrot, um sich in den USA neue Vertriebswege zu erschließen. Soviel unternehmerische Dynamik gefällt mir. Dabei setzt der gelernte Bäckermeister ganz auf traditionelle Handwerksfertigkeiten und regionale Produkte reinster Güte.

Mehr noch: An der ersten Mail, die ich von ihm erhielt, hing folgender Nachspann: "Du kannst die Welt mit jedem Bissen verändern. Du kannst dreimal täglich abstimmen. Kauf' Produkte von Firmen, die Arbeiter, Tiere und die Umwelt mit Respekt behandeln. Wähle Lebensmittel, die Saison haben. Kauf' biologische Lebensmittel. Erkundige Dich nach Herkunft und Zutaten. Lies das Kleingedruckte auf den Etiketten. Kauf' Nahrungsmittel aus der Umgebung. Kauf' auf Märkten. Leg' einen Garten an, sei er auch noch so klein. Koch' mit Deiner Familie und esst zusammen. Setz' Dich an Deiner Schule für gesundes Essen ein. Erkundige Dich bei Politikern nach den Sicherheitsstandards für Lebensmittel. Wenn Du betest, bitte um Speisen, die uns und den Planeten gesund erhalten. Du kannst die Welt verändern. Jeder Biss hat Folgen." (offenbar zitiert nach Michael Pollan)

Ab Mai ist Mack unser neuer Premium-Kunde. Er ist dann der 20., der es uns mit einer monatlichen Pauschale ermöglicht, mittlerweile zu fünft nach ethischen Prinzipien unserer Arbeit nachzugehen, um auch ihn, seine Produkte und Arbeitsprinzipien bekannter zu machen. Damit er nämlich auch morgen noch den Umsatz hat, den er braucht, seinen Mitarbeitern, Kunden und Werten gerecht zu werden. Brot ist ein wunderbares - auch biblisches - Produkt. Auf gute Zusammenarbeit, lieber Herr Mack.

18Apr/110

Mit neuen Kunden dicke Bretter bohren

Hat 2010 seinen Umsatz verdoppelt: PV-Großhändler Michael Aigner.

Hat 2010 seinen Umsatz verdoppelt: Der Laichinger Photovoltaik-Großhändler Michael Aigner.

Die Aton-Solar GmbH ist ein Großhandel für Photovoltaikanlagen in Laichingen. 2005 hat Michael Aigner die Firma gegründet, die 2010 ihren Umsatz auf 25 Millionen Euro verdoppelt hat. Das sympathische an dem Chef von mittlerweile neun Mitarbeitern, für den wir seit Jahresbeginn Pressearbeit machen: Aus Patriotismus (heimische Arbeitsplätze) und Perfektionismus (beste Qualität) würde er am liebsten nur deutsche Module verkaufen. Weil diese aber die teuersten sind, muss er immer wieder Zugeständnisse machen und PV-Equipment aus Fernost liefern.

Damit ist der 44-Jährige ein typischer Fall für unsere PR-Agentur. Denn in der Regel sind alle unsere Kunden auf den ersten Blick nicht die billigsten, aber immer die besten. Und um dies zu vermitteln, braucht es intelligente (und ehrliche) Pressearbeit. So legen wir in der Kommunikation den Schwerpunkt auf chemisch-technische Herstellungsverfahren, die Häuslesbesitzern verdeutlichen, warum deutsche Module auch nach fünf, zehn oder 20 Jahren noch eine höhere Effizienz erzielen.

Oder wir sensibilisieren dafür, dass Module, die in Asien mehrfach (unsachgemäß) umgeladen und in Containerschiffen durchgerüttelt wurden, eventuell schon bei der Installation erste Defizite aufweisen. Mit Aigner dauerte es Wochen bis wir endlich einen ersten Pressetext in zwei Versionen erstellt hatten, weil unser Geschäft für ihn totales Neuland war und er doch immer wieder andere Facetten im Bericht haben wollte oder zuviel Transparenz fürchtete.

Umso schöner (für uns) war, dass er sich in diesem Prozess führen und überzeugen ließ und wir ihm erfreulicherweise auf Anhieb belegen konnten, dass unser Vorgehen - und nur dieses - das richtige ist: Die Schwäbische Zeitung, Lokalausgabe Laichingen, die heute um 11 Uhr Bericht und Foto bekam, bestätige bereits um 14 Uhr, beides in der morgigen Ausgabe unverändert veröffentlichen zu wollen. Ein Indiz dafür, dass wir journalistische Qualität liefern. Und insgesamt haben wir ca. 15 Titel, vor allem Fachpresse, bedient.

Parallel schreibt Aigner seine bundesweit 80 Handwerker an, die PV-Module von ihm beziehen: Wir bieten auch diesen Pressearbeit in ihrem lokalen Markt an, wenn sie vermehrt bei Aton-Solar kaufen. So schaffen wir diesen einen Anreiz, enger mit Aigner (und dessen Herstellern) zu kooperieren. Intelligenz statt Preisdumping. Damit multiplizieren wir auch die Argumentation, weshalb sich Investoren für Module aus deutscher Produktion entscheiden sollten. Und wir haben weitere Marketingtools im Köcher, damit der Laichinger Schaffer in Bälde seinen Umsatz erneut verdoppeln kann.

21Mrz/110

Erfolg I: itempus bei Apps auf Platz 1

Das digitale Zeitmanagementsystem itempus, das unser Kunde Prof. Jörg Knoblauch als App zum Herunterladen auf Smartphones hat entwickeln lassen (Foto), ist binnen sechs Tagen auf Platz 1 geklettert. Mit 1600 kostenlosen Downloads auf ein iPad kam das 1988 als gedrucktes Zeitplanbuch eingeführte App in der Kategorie Produktivität an die Spitze. Noch bis 31. Mai ist es im App-Store zum Ausprobieren kostenlos verfügbar. Danach kostet es einmalig 19,99 Euro bei einer monatlichen Miete von 4,99 Euro.

Das synchronisierte Zeitplanbuch erfasst Termine, verwaltet Kontakte und Aufgaben, erinnert an Geburtstage und Fristen und der Anwender hat stets seine wichtigsten Dokumente, z.B. aktualisierte Prospekte und Preislisten, dabei. Das itempus-App, für das unsere Agentur die Pressearbeit macht, ist die erste Lösung, die neben Outlook-Terminen bei Bedarf auch Outlook-Aufgaben und Notizen mit Exchange-Anbindung in einer App auf das iPad synchronisiert.

Der digitale Markt für Knoblauch ist groß, hatte er doch in der Vergangenheit bis zu 160.000 Zeitplan-Ringbücher verkauft. Andererseits dürften aktuell rund eine Million Deutsche ein iPad besitzen, davon viele Führungskräfte, Freiberufler und Selbstständige, die ihre Arbeitszeit und Termine managen müssen. Der Erfolg unseres Kunden ist auch deshalb beachtlich, weil es bundesweit längst mehr als 300.000 kostenlose Apps gibt - und täglich werden es mehr. Demnach hat Knoblauch auf den richtigen Marketing-Mix und die richtige PR-Agentur gesetzt.

24Jan/110

Mein Buchtipp bzgl. Pressearbeit

Würde ich ein Buch über Pressearbeit schreiben (auf eine Verlagsanfrage 2004 hin hatte ich schon mal begonnen, war aber gescheitert, weil ich mich nicht reduzieren konnte), es würde daher kommen wie Bernhard Kuntz' jüngstes Werk "Mit PR auf Kundenfang". Das im Business Village-Verlag erschienene Fachbuch wendet sich auf 210 Seiten schnörkellos und allgemein verständluch an Einzelkämpfer, Dienstleister und beratende Berufe.

In elf Kapiteln, die systematisch die Prozessschritte von Pressearbeit abbilden,  liefert Kuntz seinen Lesern gleichermaßen praktische Arbeitshilfen, Text- und Formulierungsbeispiele, wie er das gesamte Szenario reflektiert, analysiert und sehr viel Hintergrund zur Denk- und Arbeitswelt des Redakteurs, also letztlich des Kunden, beleuchtet. Damit zeigt der frühere Objektleiter von "wirtschaft & weiterbildung" einerseits auf, wie komplex das PR-Geschäft ist, weshalb es durchaus Sinn machen kann, dieses an externe Experten zu übertragen, er stellt aber auch dar, dass es sich hier letztlich auch nur um ein erlernbares Handwerk handelt.

Persönlich gefällt mir vor allem zweierlei: Dass der Darmstädter Kollege, der sich auf Trainer spezialisiert hat, immer wieder auf den psychologischen Aspekt abhebt, wie ein Text oder ein Verhalten auf einen Redakteur wirkt oder eben nicht. Denn auch in diesem Metier geht es nicht um Zauberei oder Manipulation, sondern verlässliche Beziehungen, recherchierte Fakten und Systematik. Und: Dass sich durch die gesamten 210 Seiten durchzieht, wie man einen Expertenstatus aufbaut. Auch hier gilt nämlich, sein eigenes Terrain (räumlich wie fachlich) erst einmal zu definieren und dann systematisch zu beackern und zu bedienen.

Aus meiner Sicht hat das unterhaltsame Buch, das neben "Marketing für Trainer" (Jutta Häuser) und "Magnet-Marketing" (Alexander Christiani) für mich zu den wichtigsten Titeln gehört, wenn man die Wirkweise von Marketing begreifen und umsetzen will, nur zwei Schwächen: Mit dem Begriff des Kundenfangs im Titel assoziiert es Manipulation, worum es mir (und Kuntz) bei PR überhaupt nicht geht. Und mit 29,90 Euro, die es locker wert ist, ist es exakt zehn Euro zu teuer, um ein Bestseller zu werden. Der Preis ist psychlogisch falsch gewählt.  Kaufen und lesen Sie es trotzdem. Danach können Sie beurteilen, ob eine PR-Agentur gut (oder schlecht) ist und warum.

12Jan/110

TV-Werbung legt 2010 um 16 Prozent zu

Das ist ja der Hammer: Trotz Wirtschaftskrise und Kaufkraftschwund haben die Brutto-Werbeumsätze der TV-Branche 2010 um 16 Prozent auf 11,1 Milliarden Euro gegenüber dem Vorjahr zugelegt. Das berichtet das Fachmagazin "Werben & Verkaufen" unter Bezug auf Thomson Media Control in Baden-Baden. Allerdings müssten vom Bruttobetrag bis zu 25 Prozent abgezogen werden, weil Rabatte in dieser Größenordnung in der Branche üblich sind.

Das größte Stück vom Kuchen hat demnach RTL mit 2,7 Mrd. (+17 %), gefolgt von Sat 1 mit 2,1 Mrd. (+17 %) und Pro Sieben mit 1,9 Mrd. (+20 %). Dagegen verbesserte sich die ARD auf 250 Mio. (+10 %) und das ZDF auf 196 Mio. (+11 %). Zum Vergleich: An Gebühren bekamen die öffentlich-rechtlichen Sender im vergangenen Jahr 7,5 Mrd. Unter den Vermarktern akquirierte Seven-One-Media, die für die Pro Sieben-Gruppe arbeiten, mit 4,7 Mrd. (+18 %) das meiste Geld, gefolgt von IP Deutschland mit 4 Mrd. (+17 %).

Interessant wären noch die Vergleichszahlen zu 2008 oder 2007 gewesen. Denn auf Grund der Wirtschaftskrise, die mit der Immobilien- und Bankenkrise Ende 2008 eingesetzt hatte, waren die Geschäftszahlen fast überall 2009 hundsmiserabel. Verglichen mit diesen Basiszahlen hatten auch viele unserer Kunden 2010 Zuwächse von oft 20 und mehr Prozent. Das klingt formal gut. Mancher war aber zuvor um 50 Prozent eingebrochen, in einzelnen Monaten sogar noch mehr. Andererseits: Unser Kunde Sparda-Bank ist 2010 erstmals in die TV-Werbung eingestiegen. Damit haben auch wir einen ersten Kunden, der in dieser Liga mitspielt.

18Okt/100

Stuttgart21 verändert die Demokratie

Kaum eine Begegnung in diesen Wochen, in denen nicht über Stuttgart21, das Milliardenprojekt zur Untertunnelung des Stuttgarter Bahnhofs, gesprochen wird. Und: Viele Blog-Leser fragen mich, warum ich dazu noch nichts geschrieben habe bzw. wie ich dazu stehe. Vielleicht habe ich bislang auch geschwiegen, weil mir eine Position dazu selbst schwer fällt. Ziemlich sicher bin ich mir jedenfalls, dass künftige Großprojekte von Anfang an transparenter kommuniziert werden, was auch konkrete Auswirkungen wie Baulärm, Verkehrsstau, betroffene Bäume, Gebäude etc. betrifft.

Denn seit Youtube und Twitter gibt es auch hier keine Intransparenz mehr, um nicht von Heimlichkeiten zu sprechen. Als Pressesprecher der Stadt Göppingen, die 2001/02 in meiner Amtszeit für 15 Millionen Euro die City umbaute, hatte ich klar kommuniziert, dass wir Angst haben, in dieser Zeit könne der Einzelhandel schlapp machen und genau deshalb hätten wir die Maßnahmen a, b und c ergriffen und würden zudem die Konsumenten bitten, den Einzelhändlern auch in dieser Phase die Treue zu halten. Mit Erfolg!

Fakt bei S21 jedenfalls ist, dass ich als zuständiger Redakteur der Südwest Presse für das 1994 erstmals gewählte Regionalparlament in Stuttgart seit 1996 auch über die Debatten im Regionalparlament dazu, die Finanzierung und den Rechtsweg mit Planfestellungsverfahren etc. berichtet habe. Als Befürworter der Region und der daraus resultierenden Aufbruchstimmung im Ländle (wir hatten erstmals eine schwarz-rote, große Koalition im Land, die erst die Region politisch ermöglicht hatte, die die fünf Landkreise Ludwigsburg, Böblingen, Esslingen, Göppingen und Rems-Murr mit der Stadt Stuttgart zu einer Verwaltungseinheit zusammenfasste) war ich auch für S21.

Grundsätzlich bin ich auch heute noch dafür, zumal die Baupläne rechtskräftig, demokratisch legitimiert sind und die gesamte Vorgeschichte öffentlich vollzogen wurde. Auch nerven mich gewisse Unterstellungen, Firmen wollten hier nur Geld verdienen, und selbst 100000 Demonstranten sind für mich noch kein Argument dafür, dass die 11,5 Millionen Baden-Württemberger mehrheitlich dagegen seien. Andererseits bin ich den Protestierern dankbar, sämtliche Argumente (und neue) erneut zu hören und mit mehr Distanz zu meiner damaligen Euphorie.

Als PR-Mann interessiert mich vor allem, wie argumentiert wird, wie und was die Medien schreiben, wie sich öffentliche Meinung entwickelt und wie (und warum) vor allem Politiker agieren. Besonders eindrücklich ist hierzu das Beispiel des investigativen Journalisten-Kollegen Andreas Müller, der schon immer ein Glanzlicht für unseren Berufsstand war und deshalb für gewöhnlich gut informiert ist. Denn Redakteure, die ihr Desinteresse an allem regelrecht zur Schau tragen, denen gibt auch niemand Tipps, wo man mal wegen was nachfragen sollte oder wie man Dinge auch sehen kann.

Vor diesem Hintergrund sei auf seinen Beitrag in der Stuttgarter Zeitung vom 15. Oktober verwiesen, in dem er sich mit dem harten Polizeieinsatz vom 30. September im Schloßpark auseinandersetzt, der S21 bundesweit in die Schlagzeilen brachte und dessen Akteure seither die Talk-Shows prägen. Dazu möchte ich noch mein persönliches Highlight nennen: Matthias von Herrmann, Sprecher der Parkschützer, der ständig Stress mit Gangolf Stocker von den S21-Gegnern im Stadtrat hat, weil diese ihm zu friedlich demonstrieren, habe ich als Mitarbeiter eines Kunden in Schorndorf kennengelernt.

Von Herrmann beriet den Unternehmer Stefan Bleyer, weil dieser Deutschlands ökologischste Firma bauen wollte und sich dazu von Greenpeace in Hamburg die Vorgaben diktieren lassen wollte. Diese lehnten ab, weil sie eine PR-Kampagne dahinter vermuteten. Deren Stuttgarter Aktivist von Herrmann aber erfuhr von der Sache und beriet fortan Bleyer, der diesen dann fest anstellte. Seit wenigen Monaten arbeitet von Herrmann nicht mehr für die Bleyer GmbH, der arme Unternehmer kann sich aber kaum vor Anrufen retten, in denen er auf seinen einstigen Mitarbeiter angesprochen wird. Zu von Herrmanns Persönlichkeitsprofil könnte Bleyer übrigens auch einiges sagen, wenn er wollte oder gefragt würde....

20Jul/100

Ein neuer Kunde zeichnet sich ab

DVSI-Funktionäre gratulieren Margarete Ostheimer zum 80.: Justiziar Uli Brobeil (l.) und Qualitätsmanager Jürgen Jagoschinski (r.) am Freitag in Zell.

Das Sommerfest des Holzspielwarenherstellers Ostheimer in Zell haben Uli Brobeil, Justiziar des Deutschen Verbands der Spielwarenindustrie, und ich genutzt, uns gegenseitig kennenzulernen und Perspektiven einer Zusammenarbeit auszuloten. Denn der in Stuttgart ansässige Verband, dem 210 Mitglieder wie Ravensburger, Märklin oder Lego angehören, macht bislang keine systematische und strategische Pressearbeit.

Und weil im Mittelpunkt des Sommerfestes Margarete Ostheimers 80. Geburtstag stand, nahmen wir die Gratulation des Verbands zum Anlaß für eine erste Pressemitteilung mit Foto. Parallel recherchierte ich gestern die sechs Fachzeitschriften und Infobriefe, die für Hersteller und Händler in der Szene relevant sind, und belieferte diese mit Text und Foto.

Gestern Abend gegen 19 Uhr hatten wir bereits die erste Online-Veröffentlichung und gegen 21.30 Uhr traf die Mail einer zweiten Redaktion ein, dass man Text und Foto verwende und sich auf die Zusammenarbeit freue. Mit diesem schnellen Service will ich einerseits den Verband von unserer Leistungsfähigkeit überzeugen, zum anderen aber auch ein Gefühl für dessen Medienmarkt bekommen.

Brobeil und dem Qualitätsmanager des Verbands, Jürgen Jagoschinski, schlug ich zudem vor, bspw. sechs Themen pro Jahr zu definieren, die wir im zweimonatigen Abstand in den Medien lancieren. Das können mal Verbandsnachrichten sein, wie sich die Mitgliederzahl und die Zahl der Beschäftigten und die Umsätze der Mitglieder entwickeln, mal Personalien aus Verband oder Mitgliedsfirmen, dann aber auch Branchen- und Servicethemen, woran man pädagogisch wertvolles Spielzeug erkennt, was für Produktion in Deutschland spricht oder wie der DVSI und seine Mitglieder auf sinkende Geburtenzahlen reagieren.

Entsprechend werden wir dann weitere Presseverteiler bedienen, zum Beispiel rund um Erziehung, aber auch Wirtschaftstitel wie das Handelsblatt oder Publikums- und Nachrichtenmagazine wie den Focus. Auch könnte man für Titel wie Wissensmanagement am Beispiel des Verbandes aufzeigen, wie Informationen zwischen Politik, Forschung, Produktion und Handel hin- und herlaufen, wer wen wie informiert oder sich Wissen und damit Vorsprung beschafft.

16Jul/100

Rekord: 105 Klicks auf meinem Blog

Regelmäßige Leser haben es bemerkt: Seit wenigen Tagen erscheint mein Blog in neuem Design. Möglich gemacht hat dies mein IT-affiner Praktikant Michael Volz, der mit seinem Studium in Konstanz in den letzten Zügen liegt. Schon voriges Jahr hat er während eines Praktikums meinen Blog auf Vordermann gebracht und mit diversen Suchmaschinen verlinkt, so dass sich damals die Klickrate auf 40 bis 50 Viewer pro Tag fast verdoppelte.

Am Mittwoch hatte ich dann einen völlig neuen Rekord: 105 Besucher wollten lesen, was und worüber ich so schreibe. Auch am Sonntag, 4. Juli, nach Firat Arslans wegen Dehydrierung verlorenem Boxkampf in der Porsche-Arena, sprang die Klickrate extrem nach oben. Offenbar wollten viele treue Leser wissen, was ich zum Kampf sage oder hatten eben den deutschtürkischen Boxer gegoogelt.

Was mich besonders freut: Immer wieder erhalte ich Rückmeldungen von Lesern, ihnen gefalle gerade die Vielseitigkeit meiner Themen, wodurch man positiv überrascht werde und neugierig bleibe. Vielen gefällt auch meine Meinungsfreudigkeit und dass man doch auch einiges über mich und mein Lebensumfeld erfährt, ob dies nun der Beginn meiner gestaltpädagischen Ausbildung ist oder mein Verwandtentreffen in Thüringen.

Wer die Dinge genau reflektiert, erkennt dahinter natürlich auch Marketingkalkül, weil ich mich damit unverwechselbar mache, Reaktionen hervorrufe und letztlich potentiellen Kunden auch zeige, wie moderne Pressearbeit geht: Informieren, unterhalten, emotionalisieren, visualisieren - und tatsächlich auch Dinge preisgeben, die es nicht an jeder Straßenecke zu lesen gibt. In diesem Sinne: Ihnen ein schönes Wochenende um empfehle Sie meinen Blog weiter. Danke!