Die Messer schärfen vor dem Schneiden
Dass mir Restauranttester Christian Rach sehr zusagt, habe ich in meinem Blog bereits mal geschrieben. Die differenzierte Klarheit, mit der er Schwächen von Azubis oder Restaurantbetreibern anspricht, hat zwar etwas konfrontativ Provokatives, es ist aber auch sehr ehrlich - und eindringlich. Es hinterfragt. Und: Es macht deutlich, dass vor dem Erfolg große Mühen stehen, die es zu überwinden gilt.
Als Abonnent der vdi nachrichten habe ich auch immer mal wieder die Karriereseite im dritten Teil der wöchentlichen Ausgabe gelesen. Dort schreiben Studenten, Ingenieure und Führungskräfte anonymisiert an Personalberater Heiko Mell. Immer wieder habe ich mit großer Freude die Antworten des 67-Jährigen gelesen, weil diese oft in eine Richtung gehen, die für mich recht unerwartet kommt, aber immer den Kern trifft.
Sehr häufig hält Mell nämlich den Fragern den Spiegel vor, wenn er etwa zwischen ihren Zeilen Unterstellungen gegenüber potentiellen Arbeitgebern herausliest, plötzlich deren übertriebenen Karriereeifer thematisiert (statt diesen zu loben) oder deren unsaubere Sprache in den Mittelpunkt oder zumindest an den Beginn seiner Antwort stellt. Das hat viel mit Empathie und Psychologie zu tun, was mir gefällt.
Denn meine Berufserfahrung hat mich gelehrt, dass wir gerne über Formalien, Hierarchien und allenfalls noch Umgangsformen reden, nicht aber über persönliche Motive, etwaige Ängste und Blockaden, subtile Unterstellungen und unsere Welt- und Menschenbilder. Auch Rach lehrt keine ewigen Wahrheiten, sondern achtet sehr genau darauf, was zum jeweiligen Gastronomen passt statt ihm stereotyp irgendwelche Zielgruppen, Standardrezepte oder Basisausstattungen zu verordnen.
Auch mir war und ist es stets wichtig, den einzelnen dort abzuholen, wo er gerade steht, wie es die Pädagogen gerne sagen. Schon in der Jugendarbeit bei den Pfadfindern hatten wir die Grundregel Baden-Powells gelernt: Look at the boy. Denn, wenn wir nicht sehen, was unser Gegenüber, egal ob Kunde, Mitarbeiter oder - in unserem Fall - Redakteur braucht, bleibt all unser Tun Aktionismus. Souveränes, durchgreifendes Handeln aber setzt bei selbstkritischer Reflexion an: Die eigenen Messer schärfen, bevor man schneidet.
Es gibt Wichtigeres als sportlichen Erfolg
Klar habe ich mich geärgert über das Aus unserer Handball-Nationalmannschaft bei der EM in Serbien. Und dann las ich von der libyschen Fußball-Nationalmannschaft und deren Qualifikation für den Afrika-Cup. Denn was ich nicht wußte und worüber ich mir auch keine Gedanken gemacht hatte: Die Spieler sind oder waren Teil der Diktatur Gaddafis, die gestürzt wurde.
Und tatsächlich haben sich viele Spieler während der kritischen Phase ins Ausland abgesetzt oder sogar die Kickstiefel zeitweilig gegen Waffen eingetauscht, um den Despoten zu stürzen. Einige wurden auch verletzt oder verloren während der Revolution Angehörige. Das verändert den Blick. In den Stuttgarter Nachrichten habe ich gelesen, dass Freiheitskämpfer einen Nationalspieler nicht an die Front lassen wollten, um sein Leben nicht zu gefährden, oder ihm spontan ihre Schutzwesten überließen, um seine Unversehrheit zu gewährleisten.
Vielleicht war es diese patriotische Erfahrung von Solidarität, die die Spieler in der Qualifikation beflügelt hat. Auch mein Tag begann heute mit der Mail eines Bekannten, den ich gerne in die Presse gebracht hätte. Darin lässt er mir ausrichten, zum selber Schreiben ist er offenbar nicht mehr in der Lage, dass es andere gibt, die größere Vorbilder - und Charakterköpfe - seien als er. Und: Er habe nicht mehr lange zu leben und müsse sich nun auf das Wesentliche konzentrieren.
Das ist starker Tobak an einem Arbeitstag, den ich kurz nach 6 Uhr begann, weil scheinbar so viel Wichtiges anlag, dass ich allein schon aus innerer Unruhe ab 5 Uhr hellwach im Bett lag. Dem Bekannten schrieb ich als erstes zurück, dass ich ihm nun alles Gute wünsche auf der letzten Wegstrecke, die noch vor ihm liegt. Und mit einer anderen Haltung bin ich dann in meinen Tag - dankbar, dass ich gesund bin und zu tun habe.
Filmtipp: Ziemlich beste Freunde
Der französische Film ist ein wunderbares Beispiel dafür, wie sich Menschen verändern, wenn sie sich aufeinander einlassen. Im Kino konnte man die Kraft regelrecht spüren, die dieser Streifen vermittelt: Von den Teenies bis zu den Omas saßen die Reihen voll und bereits nach wenigen Minuten wurde die Stimmung im Auditorium ruhig und konzentriert wie selten. Freunde erzählten mir, dass in ihren Vorstellungen, egal ob Göppingen, Mühlheim oder München, Besucher beim Abspann spontan applaudierten oder noch lange gedankenversunken sitzen blieben.
Im Kern geht es im Film darum, dass ein schwarzer Kleinkrimineller die Pflege eines aristokratischen Rollstuhlfahrers übernimmt, der nicht als Pflegefall, sondern als Mann behandelt werden will. Ebenso offen geht sein neuer Pfleger an die Aufgabe heran: Er muss Geld verdienen bzw. Interesse an einem Job nachweisen, um weiter Stütze zu bekommen. Auf dieser ehrlichen Basis begegnen sich die beiden Männer.
Was pragmatisch beginnt, wird immer mehr zur Bereicherung für beide. Der Film legt schön offen, wieviele Potenziale jeder Mensch bei sich und anderen heben kann, wenn er den Schlüsel zu seinen Gefühlen (wieder-)findet. Das Geld des Reichen wird plötzlich wieder zum Mittel, neue Möglichkeiten auszuprobieren. Und der Prolet entdeckt die leisen Töne, die Muse und das Schöne.
Ein schöner Film, der Mut macht, immer wieder an das Gute im Menschen zu glauben und sich Mühe zu geben, diese Ressourcen zu heben. Er passt aber auch gut zu meiner gestaltpädagogischen Ausbildung, in der ich seit bald zwei Jahren lerne, vor allem mich besser kennenzulernen und variantenreicher in meinen Reaktions- und Verhaltensweisen zu werden. Das macht weiter, flexibler und neugieriger.
Polizeiführer Manske und die Demo-Kultur
Das Video von der Demonstration in Berlin gegen die anonyme Börsenwelt und den globalen Kapitalismus, die vor Wochen unter "Occupy Wall Street" in New York ihren Anfang nahm, möchte ich meinen Lesern unbedingt zeigen. Denn hier zeigt sich das sympathische und menschliche Anlitz unserer Gesellschaft. Die Occupy-Bewegung, die sich quer durch die internationale, bürgerliche Gesellschaft zieht, hat nämlich auch eine eigene, sehr demokratische Kommunikationskultur hervorgebracht.
Auch viele Unternehmer, die ich persönlich kenne, sind sehr verärgert darüber, dass die Finanzwelt längst nicht mehr die reale Ökonomie abbildet. Selbst Investmentbanker, die Teil dieses Börsensystems von Derivaten, Optionsscheinen und Private Equity sind, mischen sich in ihrer Mittagspause unter die Demonstranten. Für diese Protestkultur würde ich mir gerne Zeit nehmen und einmal wöchentlich nach Stuttgart fahren.
Auch Polizeiführer Manske, so legt das Video nahe, hegt Sympathie für die Protestler. Kein Wunder, ist doch auch er Teil der Gesellschaft und des Finanzsystems. Wie auch ich. Schließlich ist meine monatliche private Altersvorsorge in Form einer Lebensversicherung (Presseversorgungswerk) und einer Sparrate in Aktien- und Rentenfonds Teil der gigantischen Finanzströme, die auf der Suche nach Rendite um den Globus jagen.
Mir persönlich war dabei schon immer Werterhalt wichtiger als Rendite, weil Gier frisst Hirn (und Charakter). Und in erster Linie auch nur deshalb, weil ich im Alter niemandem Kosten verursachen möchte. So gesehen würde ich am liebsten direkt - unter Umgehung des Presseversorgungswerks und der Fonds - in Menschen (und Firmen) investieren, die dann ihrerseits im Alter mich unterstützen.
Ich mag den modernen Kapitalmarkt nicht, den ich ohnehin - trotz Bildung und rascher Auffassungsgabe - kaum mehr verstehe. Mir sind überschaubare Genossenschaften, die etwa in regenerative Energien oder Wohnbausanierung investieren, zehnmal lieber. Gottvertrauen und soziale Netzwerke geben gleichfalls viel wärmer als viel Geld in einem einsamen, von Inflationsängsten geplagten Alter. Occupy also Wall Street - ich bin dabei!
PUR-Keyboarder gastiert mit Backblech

Gemeinsame Mittagspause beim Gestaltpädagogikkurs in Untermarchtal: PUR-Keyboarder und -Sänger Cherry Gehring (l.) und PR-Berater Leonhard Fromm. FOTO: Ein PASSANT
Mit PUR-Keyboarder Cherry Gehring macht ein weiterer Freiberufler mit mir die gestaltpädagogische Ausbildung, über die ich bereits mehrfach in meinem Blog geschrieben habe. Was ich bis dahin nicht wußte, bei den Bietigheimern Bandmitglied zu sein, ist kein Fulltime-Job. Denn wenn keine neue CD eingespielt wird und die Band nicht auf Tournee ist, haben auch die Musiker frei, sofern sie nicht wie Hartmut Engler neue Songs komponieren oder die Band als Unternehmen managen.
So wundert es nicht, dass Cherry, der mit bürgerlichem Namen Frank heißt und im Remstal wohnt, noch diverse andere Projekte macht, von denen sein Comedy-Ensemble Backblech vermutlich das bekannteste ist. Das Trio, das vor allem die Beziehungen von Mann und Frau thematisiert und in dem Cherry selbstverständlich auch als Sänger brilliert, gastiert am Freitag, 21. Oktober, im Scala in Ludwigsburg.
Für den Abend habe ich bereits zehn Karten für mich und Freunde gebucht. Auch einige Kolleginnen aus unserem Gestaltpädagogikkurs wollen kommen. Doch keine Sorge: Der Saal fasst 400 Zuschauer. Wenn Sie also auch Cherry mal als hintergründigen und tiefsinnigen Wortakrobaten erleben (oder mich treffen) wollen, dann kommen sie einfach auch. Im Scala gilt freie Platzwahl. Wir können uns also zum Fan-Block formieren. Denn ich habe diesen liebenswerten Sänger mit dem markanten Kontertenor längst in mein Herz (!!!) gelassen.
Die Verwandlung – Kinofilm zum Lernen
Mit Ein Sommersandtraum habe ich am Samstag im Kino den skurilsten Film seit langem gesehen: Benno, ein zwanghafter, narzistischer Angestellter, bescheißt seine Kollegen und ist besonders ekelhaft zu seiner Nachbarin Sandra, die abends für einen musikalischen Auftritt probt. Was ihm zu Beginn gar nicht auffällt: Er verliert immer mehr Sand. Je mehr er lügt, desto stärker rieselt der Sand aus ihm heraus.
Mehr noch: Benno verliert an Gewicht, weil er sich mit seiner boshaften, egozentrischen Art immer mehr in Sand auflöst. Am intensivsten passiert es nachts, wenn er erotisch von Sandra träumt, die er tags über als hässlich und "völlig talentfrei" beschimpft. Allmählich dämmert dem perfektionistischen Pedanten, dass seine Selbstauflösung mit Sandra zu tun hat, die sich durch Dünen von Sand zu ihm in seine Wohnung vorkämpft, wo er im Sand fast erstickt.
Geradezu dramatisch aber erlebt der Zuschauer mit, wie Benno in seinen alten Mustern verhaftet bleibt. So wendet sich auch Sandra von ihm ab. Kurz bevor er vom Sand überschüttet ist, seine Beine sind bereits zu Sand geworden, robbt Benno mit letzter Kraft vor Sandras Tür, wo er sich zärtlich flüsternd vollends in ein Sandhäufchen auflöst. Zu spät hat er erkannt, dass nur die Liebe, die hinter die Fassade eines Menschen blicken lässt, das Dasein lebenswert macht.
Bei aller Skurilität und Absurdität ist der Film des Schweizer Regisseurs Peter Luisi gleichermaßen romantisch und lustig. Er erinnert mich im wahrsten Sinn des Wortes an meine gestaltpädagogische Ausbildung, weil hier ein Kotzbrocken die Gestalt von Sand annimmt, da er nicht rechtzeitig sein Wesen ändert. Ein Sommersandtraum ist wunderbar durchgeknallt, erinnert mich von der Handlung her an Franz Kafkas "Verwandlung" und von der Dramaturgie her an Alfred Hitchcocks "Die Vögel."
Innovationsallianz auf Youtube
Seit rund einem halben Jahr arbeiten wir für die Innovationsallianz Baden-Württemberg, in der sich landesweit 12 Institute zusammengeschlossen haben. Ihr Ziel: Nach außen, insbesondere gegenüber der Politik, die Forschungsgelder vergibt, gemeinsam auftreten, um bekannter zu werden. Im Haus der Wirtschaft in Stuttgart präsentierte sich die Allianz kürzlich.
Neben klassischer Pressearbeit in Stuttgarter Zeitung, Stuttgarter Nachrichten oder bw Woche, vormals Staatsanzeiger, also typischen Medientiteln, die Landespolitiker regelmäßig lesen, bringen wir die Allianz auch in IHK Magazine, wo einzelne Institute ihren Sitz haben (regionale Relevanz), oder in Fachzeitschriften. Dann nämlich, wenn Firmen einzelner Branchen vom Technologietransfer profitieren.
Bei der Präsentation in Stuttgart haben wir aber auch eine Film produziert und unter anderem bei Youtube eingestellt, um das komplexe Forschungsthema auch zu visualisieren. Denn bewegte Bilder sagen mehr als tausend Worte, sind zudem leichter verdauliche Kost und die Innovationsallianz ist auf diese Weise auch auf Youtube vertreten. Und per Suchbegriff dort auffindbar. Das ist Teil unseres Social Media-Services, den wir für immer mehr Kunden erbringen.
Ton sagt mehr als tausend Worte

Blind getöpfert, weil unser Körper mehr weiß als der Kopf: Im Plenum arbeitet unser Trainer und Gestalttherapeut Robert Michor mit jedem einzelnen von uns und dessen Skulptur.
Haben Sie schon mal getöpfert? Blind? Während der fünften Kurseinheit meiner zweijährigen Ausbildung in Gestaltpädagogik habe ich genau dies am Montag getan. Mit einer Binde über den Augen, am Boden knieend zusammen mit den 31 anderen Teilnehmern meines Kurses, komme ich mir zunächst vor wie ein Guantanamo-Gefangener. Doch der Kopf mit seinem ewigen Hirnen und seinem "Wissen" ist nach wenigen Minuten abgeschaltet.
Als meine Hände mit dem feucht-kühlen Lehmklotz in Kontakt kommen, bleibt ein letztes Gefühl von "in Kunst war ich schon immer schlecht" und "das wird doch eh nix Vernünftiges". Und während ich den Ton knete und meine Handwärme ihn geschmeidig macht, beginne ich intuitiv zu formen. Meine Hände werden eins mit dem Ton, meine "Arbeit" kommt in Fluss. Ich fühle mich gut. Sehr gut.
Für weitere Details ist mir dieses Forum zu intim. Fakt ist, dass ich am Ende eine Skulptur geschaffen habe, die meine Kollegen tags darauf in der Gruppenarbeit an "Aufbruch" und "Häutung" erinnert. Und tätsächlich wird mir in diesen vier sehr intensiven Tagen mittels Tonen, Tanzen, Singen, Berühren und Hören (eben nicht nur Kopf und Ratio) bewusst, dass ich meinen Krieger (Durchsetzen) und meinen König (Regeln halten) häufiger ausruhen lassen kann und dafür den Liebenden (Mitfühlen, beim andern sein) und den Magier (Experimentieren) in mir stärker kultiviere.
So werde ich in der Begegnung mit Menschen und Sachverhalten flexibler und letztlich "effizienter". Am letzten Kursabend probiere ich es aus: Vier Bilder liegen im Saal aus. Es geht um Fritz Riemans "Grundformen der Angst". Spontan sollen wir uns zuordnen. In den vergangenen 20, 30 Jahren bin ich in solchen Situationen zu dem Bild, das mir am meisten sagt. Und war sogar stolz, dies so genau und rasch zu wissen.
An diesem Abend gehe ich zögerlich zu dem Bild, das mir am wenigsten sagt. Ich fühle mich gut, erstmals mein Muster durchbrochen zu haben. Von den Frauen, die mit mir bei diesem Bild stehen, das den meisten vertraut ist, erfahre ich interessante Aspekte. Und: Ich sehe plötzlich auch in diesem Motiv, das mich an einen wehrlosen Embryo erinnert, Züge von mir selbst: Er will sich entwickeln. Und wenn ich genau hinschaue, sehe ich ihn lachen. Humor ist auch mir vertraut und wichtig.
Beglückt und um viele Erfahrungen und Erkenntnisse reicher, bin ich gestern an meinen Schreibtisch zurückgekehrt. Nun gilt es, das Neue in meinen Alltag zu integrieren, wach zu halten und immer wieder mal auszuprobieren. Mein Team jedenfalls ist ganz neugierig, was geht, was ich erzähle und wie ich mich verändere. Vom 3. bis 7. Januar geht es weiter. Dann heißt das Thema "Trommeln und Masken."
der Kärcher unter den PR-Agenturen
Was bisher nur meinen Kunden widerfuhr, dass nämlich den tüchtigen Mittelständlern Konzerne wie Daimler, Porsche oder Festo im Aufschwung die Leute abwerben, habe nun auch ich erlebt. Heute morgen "gestand" mir meine freie Mitarbeiterin Anne, dass sie am 1. Oktober bei Kärcher in Winnenden in der Kommunikation beginnt.
Der 28-Jährigen, die noch während ihres Studiums bei uns gejobbt und das Recherchieren und Schreiben gelernt hatte, fiel es sichtlich schwer, mir das zu sagen. Klar kommt ihr Abgang menschlich immer und beruflich gerade jetzt zur Unzeit. Eben erst hatte eine neue Kollegin bei uns hereingeschnuppert, die wir dringend brauchen können, weil wir dieses Jahr einen super Lauf haben.
Dennoch nahm ich die Nachricht sportlich: Denn die Abwerbung bestätigt mir, auf welch hohem Niveau wir arbeiten und was entwicklungsbereite Menschen bei mir (und von mir) lernen können: Vor gut einem Jahr hatte ich Anne einen langjährigen Kunden anvertraut, der mir wichtig war, der aber budgetmäßig nicht mehr ins Gefüge passte.
Monate später kündigte der Kunde, weil er sich "von dem Mädle" nicht ordentlich bedient fühlte. Seit Juni hingegen hatte Anne, die fast ihr komplettes Studium als H&M-Verkäuferin finanziert hatte, bei uns eigenständig drei (große) Kunden betreut und einen guten Job gemacht. Mal sehen, wie ihr die Konzernstrukturen im Remstal passen.
Ins Schleudern bringt mich und unsere Kunden die Personalie aber nicht. Wir haben mehrere Optionen. Vielleicht ziehe ich gleich mal zwei oder drei, quasi auf Vorrat. Glücklicherweise interessieren sich immer mehr charakterlich fitte Leute für einen Job bei uns. Und: Wahrscheinlich muss ich die Honorare erhöhen, um unsere Leute noch besser halten zu können. Und wenn erst mal klar ist, dass der-Medienberater.de der Kärcher oder Mercedes unter den PR-Agenturen ist, wird ohnehin niemand mehr gehen.
