leonhard fromm der medienberater

14Jul/100

Melodiengeber gewinnt Innovationspreis

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Ein computergesteuerter Melodiengeber hat die Jury beim 8. Innovationspreis für Technik in Salach überzeugt: Das Trio der Werkrealschule Böhmenkirch, die erstmals am Wettbewerb teilgenommen hatte, kam auf den ersten Platz, weil die Verknüpfung von Hard- und Software sehr durchdacht war. Mit dem Wettbewerb, an dem Realschüler von kreisweit sechs Schulen mit 12 Projektarbeiten teilnahmen, will die Heldele-Stiftung unter jungen Leuten das Interesse an Technik fördern.

Bereits zum achten Mal lobte die Stiftung 4500 Euro Preisgeld aus, um das sich 19 Schüler bewarben. Mit Böhmenkirch und Rechberghausen waren erstmals zwei weitere Schulen vertreten. Und: Der Trend geht weg vom hohen Materialeinsatz hin zu Intelligenz und Witz und hin zu Zweier- und Dreierteams. Eingereicht werden konnten Arbeiten, die im Technikunterricht entstanden sind.

Dass der Wettbewerb zunehmend zur Marke wird, zeigte die Menge der eingereichten Projekte, die mit 17 einen neuen Rekord erreichte. Die dreiköpfige Jury um Bernd Merda, der ehrenamtlicher IHK-Prüfer ist, führte deshalb eine Vorauswahl ein und ließ schließlich zwölf Projekte zu, die gerade noch handhabbar sind innerhalb eines Tages. Offenbar ist es also hilfreich, dass wir auch für diesen Wettbewerb die Pressearbeit machen.

Heldele-Geschäftsführer Bernd Forstreuter führt ausgerechnet heute ein Interview mit Petra Walther vom Trainer-Fachblatt managerSeminare, das sich auch für die Nachwuchsförderstrategien des Salacher Elektrotechnikspezialisten interessiert. Denn der 500-Mann-Betrieb steht seit Jahren in Konkurrenz mit Topp-Arbeitgebern wie Mercedes, Porsche oder Bosch um die besten Talente.

6Jul/090

Speed Dating knüpft interessante Kontakte

023-partnertag-03072009-dynamikDas muss man Jürgen R. Schmid lassen: Seinen guten Riecher für kreative Ideen paart der Ammerbucher Industriedesigner stets mit einer konsequenten Umsetzung. Vorigen Freitag betraf dies allerdings nicht seine Kernkompetenz des Designens, sondern spielte sich in der Peripherie ab, was allerdings auch zeigt, wie umfassend der 53-Jährige denkt und handelt.

Vom Blechverarbeiter über die Patentanwältin bis zum Visualisierer und Ingenieurbüro hatte Schmid zwölf Partnerfirmen eingeladen, die sich jeweils im Plenum acht Minuten den anderen Teilnehmern präsentieren durften. Teils mit Charts, mitgebrachten Produkten oder Beispielen aus der Praxis machten die Spezialisten anschaulich, wofür sie stehen, wer ihre Kunden sind und welchen Nutzen sie stiften.

Ein Zeitnehmer des Gastgebers blendete jeweils zweimal die verbleibende Restpräsentationszeit ein, so dass das Tempo hoch und der Zeitplan präzise blieb. Es folgte eine rund 30-minütige Plauderrunde, in der die Interessenten aufeinander zugehen und sich gegenseitig auf Details abklopfen konnten. Teils wurden bereits konkrete Termine oder sogar Projekte vereinbart, teils wurde auch deutlich, dass man gemeinsame Kunden und weitere Querverbindungen hat.

Entsprechend positiv war die Schlussrunde im Plenum. Das Speed Dating wurde auch im Foto festgehalten. Und den Teilnehmern von Augsburg bis Bielefeld bot ich an, das Foto auf den jeweiligen Teilnehmer fokusiert, seiner örtlichen Lokalzeitung anzubieten. Tenor: Was Firma XY alles tut, um heimische Arbeitsplätze zu sichern. Ganz nebenbei: Fünf der 13 Teilnehmer, die jeweils zwischen zwei und 150 Mitarbeiter haben, haben vitales Interesse an Pressearbeit und PR-Beratung aus meinem Büro signalisiert.

4Jul/090

Konrads Beispiel zieht Kreise

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Der Beitrag über meinen Sohn Konrad (19), der binnen eines Jahres mehr als 30 Kilo abgenommen und Mitte Mai den Trollinger-Marathon in Heilbronn mit mir gelaufen ist, gehört nicht nur zu den meist gelesenen Beiträgen in meinem  Blog. Sein Beispiel ermutigt auch andere. Zum Beispiel Manfred Hegenloh: Der 57-Jährige läuft mittlerweile bis zu fünfmal wöchentlich morgens von 6 bis 7 Uhr und hat bereits zehn Kilo abgenommen.

Damit wiegt der Internetfreak und Göppinger Betreiber mehrerer Reisebüros zwar immer noch 97 Kilo, doch er ist längst noch nicht fertig. Beim Ausdauer-Sportteam Süßen trainiert er zusätzlich mittwochs und freitags jeweils um 18 Uhr unter Anleitung im Schlater Wald (Foto) bei jedem Wetter und am 11. Juli startet er beim Süßener Citylauf über die 10-km-Distanz. Sein eigentliches Ziel: Einen Marathon laufen.

Aktuell plagen den Unternehmer, der täglich von 4 bis 23 Uhr erreichbar ist, zwar Knieprobleme. Aber insgesamt fühlt er sich viel dynamischer, gesünder und ausgeglichener. Auch die Internetseite www.meinsportplatz.de, die bundesweit Läufer zusammenführt, Trainingstipps gibt und Erfolgsstorys austauscht, kennt er und will demnächst an einem Laufurlaub in Dubai teilnehmen. Ein Bekannter habe ihm den Tipp gegeben. Mehr zu seiner Reiseagentur, die via vieler Suchmaschinen Garantien auf den jeweils günstigsten Preis gibt, finden Leser unter www.hegenloh.de.

3Jul/090

Ferngesteuerter LAN-Ball trifft Torwand

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Ein Fall für "Verstehen Sie Spaß?" oder andere Fakes ist der ferngesteuerte Ball, den der Stuttgarter Frank Notacker mit einigen Freunden entwickelt hat. Das 500 Gramm schwere Hightech-Teil ist mit drei Kameras ausgestattet, die in Echtzeit Flugbahn und Ziel berechnen. Gesteuert wird die Lederkugel pneumatisch. So wurden unter anderem Festo-Ventile im Ball verbaut, die über eine Preßluftkammer mit Druckluft versorgt werden.

Der Informatikkaufmann Manfred Buschmüller (38), der Anwendungsprogrammierer Eberhard Heimers (32) und der Serverspezialist Holger Wehnert (28) ließen ihr Know-how seit Sommer 2008 in das LAN-Ball-Projekt einfließen. Die Premiere am 17. Mai 2009 in Holzgerlingen bestand der präparierte Ball mit Bravour. Jeder Schuß der Probanten auf die Torwand, drei unten rechts, drei oben links, waren Treffer. Auf Youtube wurde das Video bereits mehr als 115000 Mal angeklickt.

Allerdings muss aus einem Abstand von mindestens sechs und höchstens zehn Metern geschossen werden und der Schütze darf auch nicht voll draufhalten, damit die Ball- nicht die Rechnergeschwindigkeit übersteigt. Weitere Details zu dem Projekt und seinen Akteuren finden sich auf der Homepage www.lanball.de. Die Originalität des Projekts erinnert mich an die Salacher Bierwette von vor zwei Jahren. Gerade in dieser kreativen Leichtigkeit lägen Potentiale, Standortmarketing zu machen.

In den kommenden drei Wochen, so Notacker, wird der Lanball in mehreren TV-Beiträgen zu sehen sein, weshalb er sich jetzt bedeckt hält. Zur Sache gewittert wird aber dennoch.

1Jun/090

Carl Stahl GmbH baut in Singen

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Spatenstich in Singen

Spatenstichbilder wie dieses lehne ich aus journalistischen Gründen in der Regel ab. Der Grund: Hier wird bewußt eine künstliche Szene gezeigt, während Journalismus sich an der Realität orientiert. Dass meine strengen Prinzipien nicht von allen Kollegen geteilt werden, sehe ich daran, dass einige Redaktionen dieses Bild dennoch veröffentlicht haben. Immerhin stelle auch ich es heute in meinen Blog.

Der Grund: Im Krisenjahr 2009 haben solche Motive so großen Seltenheitswert, dass sich daraus schon wieder ein Nachrichtenwert ergibt. Der Seil-, Hebe- und Sicherheitstechnikspezialist Carl Stahl GmbH, der erfreulicherweise zu meinen ältesten Kunden zählt, baut derzeit in Singen für 0,7 Mio. Euro ein neues Firmengebäude. Die Süßener, die 2008 mit weltweit 1250 Mitarbeitern 230 Millionen Euro Umsatz erzielt haben, hatten 1998 dort einen Mitbewerber samt dessen gemieteter Räume übernommen.

In der mittelfristigen Planung war der Neubau vorgesehen, um Arbeitsprozesse zu optimieren, zumal das Mietgebäude hohe Bewirtschaftskosten hatte, über keinen Schulungsraum verfügte und nicht das grau-rote Firmendesign visualisierte, an dem die Marke an weltweit derzeit 51 Standorten erkennbar ist. Dass die Geschäftsleitung trotz aktueller Absatzkrise und Kurzarbeit seit März an der Investition festhielt, zeigt wie gesund das Unternehmen ist und wie souverän es seine Langfristziele umsetzt.

Das antizyklische Verhalten, derzeit zu investieren, macht das Unternehmen übrigens auch für die Medien interessant. Das Foto zeigt von rechts die Carl Stahl-Leute, die hier mit Baubeteiligten zum traditionellen Spaten greifen obwohl vor allem mit Maschinen am Bau gearbeitet wird: Standortleiter Ralph Gehringer (Singen), Geschäftsführer Wolfgang Funk (Süßen) und Niederlassungsleiter Wolfram Ludmann (Stuttgart).

14Jul/080

Pressearbeit erhöht die Marktchancen

Der Dialog mit der Öffentlichkeit hat für innovative Betriebe längst begonnen. Der Grund: Wenn alle Anbieter ein gutes Preis-Leistungsverhältnis haben, werden am ehesten die Unternehmer interessante Aufträge bekommen, die als leistungsfähig bekannter sind. Doch den Weg in die Medien muss man kennen. Dazu einige Tipps.

1. Die Medienstrategie: Erfolg ist kein Zufall

Überlegen Sie, was aus Ihrem Betrieb berichtenswert ist: Ein interessanter Auftrag; eine innovative Weiterbildungsmethode für die Belegschaft; ein spannendes Kooperationsprojekt mit der örtlichen Hauptschule? Wenn Sie nichts Besonderes machen, sind Sie keinem Redakteur eine Nachricht wert. Innovative Ideen, neue Zusammenhänge und Exklusivität sind gefragt. Damit bringen Sie sich ins Gespräch und überzeugen ganz nebenbei auch Ihre Hausbank von Ihrer Kreditwürdigkeit. Zur Medienstrategie gehören aber auch die richtigen Adressaten (Presseverteiler) und der richtige Zeitpunkt (Planung).

  1. Das Unternehmen: PR ist Chefsache

Wenn Sie nicht davon überzeugt sind, dass gute Pressearbeit Erfolg verspricht, dann lassen Sie’s ganz, um Journalisten nicht unnötig zu belästigen. Wenn Sie aber erahnen, welche Chancen sich Ihnen hierdurch bieten, dann thematisieren Sie „Pressearbeit“ regelmäßig. „Vermarkten“ Sie Erfolge wie eingeführtes Controlling, erfolgreiche Lehrlinge oder zufriedene Kunden und denken Sie an den Nutzen für mögliche Leser. Notfalls schaffen Sie berichtenswerte Fakten, in dem Sie z.B. an einem Wettbewerb teilnehmen und wenigstens den dritten Preis machen, denn erkenn- und unterscheidbar müssen Sie ohnehin werden.

  1. Die Schnittstelle: Wie Sie Journalisten neugierig machen

Pflegen Sie Kontakt mit Journalisten, die Sie bei der Lossprechungsfeier Ihrer Kammer, im Gemeinderat oder beim Neujahrsempfang Ihres Sportvereins finden können. Oder schauen Sie mal auf einen Sprung in der Redaktion vorbei, wenn Sie etwas Wichtiges mitzuteilen haben. Ermitteln Sie, welcher Redakteur thematisch (Wirtschaft) oder territorial (Stadt, Kreis etc.) für Sie zuständig ist und fragen Sie ihn, ob er Ihre Infos lieber per Fax, Mail oder Telefon haben will.

  1. Der Pressetext: Wie Nachrichten aufgebaut sind

Besuchen Sie ein Presseseminar, das manche Volksbanken, Kreissparkassen oder Innungskrankenkassen (kostenlos) anbieten oder organisieren Sie über Ihren Verband/Kammer selbst eines. Denn Redakteure ertrinken fast in Informationen, weshalb bereits die ersten Sätze Ihrer Einladung/Ihres Pressetextes den Kern einer interessanten Nachricht bieten müssen. Dasselbe gilt für das Telefonat, sonst werden Sie rasch abgewimmelt und allenfalls als „nervig“ wahrgenommen.

  1. Die Tipps: Der Beginn einer erfolgreichen Pressearbeit

Solange Sie nur an Ihre (preisgünstige) PR denken, werden Sie nur mäßigen Erfolg haben. Denken Sie in den Kategorien von Journalisten und helfen Sie denen, ihr Lokalblatt oder Fachmagazin interessanter zu gestalten. Dazu gehört Ihrerseits Offenheit, damit sich der Redakteur nicht nur benutzt fühlt. Erzählen Sie ihm auch mal „Geschichten“, an deren Veröffentlichung er mehr Interesse hat als Sie, z.B. wie Sie mit der schlechten Zahlungsmoral Ihrer Kunden umgehen oder wie Sie Ihre Mitarbeiter zu mehr Serviceorientierung bringen.

6. Das Fazit: Haben Sie Geduld

Bei all Ihrem Engagement sollten Sie bedenken, dass Öffentlichkeitsarbeit in der Regel erst langfristig wirkt. Bringen Sie neben Engagement und Professionalität deshalb auch Geduld und Verständnis für die Rolle des Redakteurs mit, den Sie von Ihrer News überzeugen wollen. Ganz neue Chancen bietet Ihnen die Vielzahl neuerdings freier Journalisten, die meist noch über einen guten Draht zu ihren früheren Arbeitgebern verfügen und zudem Ihre „Mitteilungen“ journalistisch angemessen umsetzen können. Leicht können Sie auf diese „Freien“ bei einem Pressetermin treffen und Kontakt knüpfen, denn diese Selbstständigen leben auch von Aufträgen. Viel Erfolg.

Zur Person:

Leonhard Fromm (45) ist Medienberater in Göppingen. Der Theologe war zehn Jahre Lokal- und Wirtschaftsredakteur verschiedener Tageszeitungen und Pressesprecher der Stadt Göppingen. Heute berät er Firmen und Wirtschaftsverbände, hält Seminare (Foto) und Workshops zu Öffentlichkeitsarbeit und arbeitet als freier Wirtschaftsjournalist. Kontakt: www.der-Medienberater.de, Tel. 07161/918942.

17Jun/082

Klare Botschaften statt Phrasen

Kompliment an das bei Haufe erscheinende Marketingmagazin "acquisa", das dem 2004 abgestürzten PR-Profi Moritz Hunzinger (auf dem Foto rechts mit PR-Berater Leonhard Fromm) in seinem Juni-Heft ein Forum gegeben hat. Denn bei allen Kopplungsgeschäften, die der Frankfurter Shootingstar etwa mit Rudolf Scharping oder Cem Özdemir gemacht hat, beherrschte er doch das PR-Handwerk par excellence und versorgte den gierigen News- und Polittalk-Markt stets mit neuem Futter. Deshalb war es auch ein Vergnügen, den mittlerweile 49-Jährigen vor drei Jahren persönlich zu treffen. Er selbst ist das beste Beispiel, wie brutal der Markt funktioniert: 20 Jahre lang suchen Politiker, Unternehmer und Journalisten seine Nähe, um von seinen Kontakten und Informationen zu profitieren, aber als seine Methoden öffentlich werden ("auffliegen"), setzt die Empörung ein und er wird zur persona non grata. Dabei hat er es im Kern lediglich verstanden, Themen so zu focusieren, dass man sie versteht und Medien sie aufgreifen. Darin war/ist er ein Meister, der Volontäre ausbilden sollte.
Seine Rolle hat er so souverän ausgefüllt und die Erfolge gaben ihm Recht,  dass seine Kunden es als Privileg empfanden, dass er für sie arbeitete. Damit gab er die Regeln vor. Statt leerer Worthülsen, mit denen Mächtige Redakteure nur benutzen wollen, ließ Hunzinger seine Kunden klare Botschaften formulieren - und in den Medien damit Gehör finden.  Seine Arbeitsprinzipien sind heute noch Grundlage  erfolgreicher PR: Ereignisse schaffen, die berichtenswert sind; interessante Köpfe präsentieren, die etwas zu sagen haben und über tagesaktuelle Verteiler verfügen, die treffsicher sind. Nach diesem Prinzip arbeite auch ich seit acht Jahren konsequent und habe deshalb Freude an der Selbstständigkeit. Denn der Erfolg kommt dann quasi von alleine. Er darf einem aber nicht in den Kopf steigen, weil Hochmut kommt vor dem Fall. Im Kern muss ein seriöser PR-Berater dienen und sich in den Dienst von Botschaften stellen, die er für berichtenswert hält.