Kompetenzteam für deutsche Produkte

Gemeinsam für PV-Module aus deutscher Produktion (v.l.): Uwe Fischer (Heldele), Leonhard Fromm (der Medienberater), Dieter Winkler (Solarwatt), Michael Aigner (Aton-Solar) und Dr. Ronald Lange (Robert Bürkle).
Großhändler Aton Solar, Modul-Hersteller Solarwatt, PV-Anlagen-Installateur Heldele und Maschinenbauer Robert Bürkle haben ein Kompetenzteam gegründet. Gemeinsames Ziel: Die weltweit besten Module entwickeln und möglichst viele deutsche Anlagen auf Hallen und Dächern installieren. „Es ist immer gut, wenn Chemiker den Solarteuren über die Schulter schauen und Großhändler den Herstellern“, begründete Ronald Lange beim ersten Treffen an Gründonnerstag in Laichingen das Engagement von Marktführer Robert Bürkle. Die Freudenstädter bauen bis zu zehnetagige Laminatoren, die das komplette Verfahren in mehreren Stufen und mit unterschiedlichen Folien und Beschichtungen beherrschen.
Zwei dieser weltweit größten Laminatoren laufen bei Solarwatt. 1993 gegründet, zählen die Dresdener mit mittlerweile 300 Millionen Euro Umsatz pro Jahr zu den Pionieren und Technologieführern der Branche. Auf deren Qualität setzt deshalb seit vier Jahren auch der Laichinger Großhändler Aton-Solar, bei dem bundesweit gut 80 Solarteure fast ausschließlich deutsche Module bestellen.
Aus genau diesem Grund arbeitet die Salacher Heldele GmbH seit kurzem mit Geschäftsführer Michael Aigner zusammen. „Unsere mittelständischen Kunden wollen vor allem Qualität - und dass die Wertschöpfung nicht nach China fließt“, sagt Heldele-Projektleiter Uwe Fischer. Das Unternehmen betreut bundesweit rund 20000 Kunden in den Kernbereichen Bürokommunikation, Gebäude- und Fabrikautomation. Die Nachfrage, die meist sehr großen Dachflächen zur Stromerzeugung zu nutzen, ziehe seit der Reaktorkatastrophe in Fukushima an. Zudem begünstigt die Bundesregierung seit 2010 den Eigenstromverbrauch.
Von Fragen wie Qualitätsmessung und Wirkungsgradverlust über Brandschutz und bauen mit Solarmodulen bis hin zur Verbesserung der CO2-Bilanz von PV-Anlagen und deren Recycling in 20 bis 30 Jahren reichte das Themenspektrum beim ersten Treffen. Dabei zeigte sich, dass die geballte Kompetenz und kontroverse Diskussionen in kurzer Zeit zu neuen Erkenntnissen und Prioritäten führt, PV-Anlagen aus deutscher Produktion zu fördern.
Die Idee für die Kooperation entlang der PV-Wertschöpfungskette hatte ich. Und da wir bereits für Bürkle, Heldele und Aton-Solar arbeiten, war es relativ leicht, die Partner für ein solches Team zu gewinnen. Und rasch war klar, dass wir als Hersteller Solarwatt mit im Boot haben wollen, die auch spontan die Perspektive meiner Kooperation saßen. In der Pressearbeit werden nun viele Synergien entstehen, weil Texte mit mehreren Recherchequellen gewichtiger sind.
Neuer Kunde ab Mai mit 553 Mitarbeitern

Ein echter Macher: Hans-Günther Mack beliefert auch den FC Bayern.
Hans-Günther Mack passt wundervoll in unser Kundenprofil: Mit 553 Mitarbeitern und 40 Filialen in Ostwürttemberg und darüber hinaus hat seine Bäckerei mit Sitz in Westhausen die ideale Größe für unsere Agentur. Und dass er bis Heiligendamm bundesweit elf 5-Sterne-Häuser, den FC Bayern und sämtliche ICE-Fernzüge mit Brot und Brötchen beliefert, macht ihn interessant für uns (und damit für die Medien).
Mehrmals bereits hat der 52-Jährige Papst Benedikt in Rom mit Brot beschenkt und 2010 verkaufte der Macher in Chicago, dem weltweit größten Weihnachtsmarkt, Zimtsterne und Früchtebrot, um sich in den USA neue Vertriebswege zu erschließen. Soviel unternehmerische Dynamik gefällt mir. Dabei setzt der gelernte Bäckermeister ganz auf traditionelle Handwerksfertigkeiten und regionale Produkte reinster Güte.
Mehr noch: An der ersten Mail, die ich von ihm erhielt, hing folgender Nachspann: "Du kannst die Welt mit jedem Bissen verändern. Du kannst dreimal täglich abstimmen. Kauf' Produkte von Firmen, die Arbeiter, Tiere und die Umwelt mit Respekt behandeln. Wähle Lebensmittel, die Saison haben. Kauf' biologische Lebensmittel. Erkundige Dich nach Herkunft und Zutaten. Lies das Kleingedruckte auf den Etiketten. Kauf' Nahrungsmittel aus der Umgebung. Kauf' auf Märkten. Leg' einen Garten an, sei er auch noch so klein. Koch' mit Deiner Familie und esst zusammen. Setz' Dich an Deiner Schule für gesundes Essen ein. Erkundige Dich bei Politikern nach den Sicherheitsstandards für Lebensmittel. Wenn Du betest, bitte um Speisen, die uns und den Planeten gesund erhalten. Du kannst die Welt verändern. Jeder Biss hat Folgen." (offenbar zitiert nach Michael Pollan)
Ab Mai ist Mack unser neuer Premium-Kunde. Er ist dann der 20., der es uns mit einer monatlichen Pauschale ermöglicht, mittlerweile zu fünft nach ethischen Prinzipien unserer Arbeit nachzugehen, um auch ihn, seine Produkte und Arbeitsprinzipien bekannter zu machen. Damit er nämlich auch morgen noch den Umsatz hat, den er braucht, seinen Mitarbeitern, Kunden und Werten gerecht zu werden. Brot ist ein wunderbares - auch biblisches - Produkt. Auf gute Zusammenarbeit, lieber Herr Mack.
Mit neuen Kunden dicke Bretter bohren

Hat 2010 seinen Umsatz verdoppelt: Der Laichinger Photovoltaik-Großhändler Michael Aigner.
Die Aton-Solar GmbH ist ein Großhandel für Photovoltaikanlagen in Laichingen. 2005 hat Michael Aigner die Firma gegründet, die 2010 ihren Umsatz auf 25 Millionen Euro verdoppelt hat. Das sympathische an dem Chef von mittlerweile neun Mitarbeitern, für den wir seit Jahresbeginn Pressearbeit machen: Aus Patriotismus (heimische Arbeitsplätze) und Perfektionismus (beste Qualität) würde er am liebsten nur deutsche Module verkaufen. Weil diese aber die teuersten sind, muss er immer wieder Zugeständnisse machen und PV-Equipment aus Fernost liefern.
Damit ist der 44-Jährige ein typischer Fall für unsere PR-Agentur. Denn in der Regel sind alle unsere Kunden auf den ersten Blick nicht die billigsten, aber immer die besten. Und um dies zu vermitteln, braucht es intelligente (und ehrliche) Pressearbeit. So legen wir in der Kommunikation den Schwerpunkt auf chemisch-technische Herstellungsverfahren, die Häuslesbesitzern verdeutlichen, warum deutsche Module auch nach fünf, zehn oder 20 Jahren noch eine höhere Effizienz erzielen.
Oder wir sensibilisieren dafür, dass Module, die in Asien mehrfach (unsachgemäß) umgeladen und in Containerschiffen durchgerüttelt wurden, eventuell schon bei der Installation erste Defizite aufweisen. Mit Aigner dauerte es Wochen bis wir endlich einen ersten Pressetext in zwei Versionen erstellt hatten, weil unser Geschäft für ihn totales Neuland war und er doch immer wieder andere Facetten im Bericht haben wollte oder zuviel Transparenz fürchtete.
Umso schöner (für uns) war, dass er sich in diesem Prozess führen und überzeugen ließ und wir ihm erfreulicherweise auf Anhieb belegen konnten, dass unser Vorgehen - und nur dieses - das richtige ist: Die Schwäbische Zeitung, Lokalausgabe Laichingen, die heute um 11 Uhr Bericht und Foto bekam, bestätige bereits um 14 Uhr, beides in der morgigen Ausgabe unverändert veröffentlichen zu wollen. Ein Indiz dafür, dass wir journalistische Qualität liefern. Und insgesamt haben wir ca. 15 Titel, vor allem Fachpresse, bedient.
Parallel schreibt Aigner seine bundesweit 80 Handwerker an, die PV-Module von ihm beziehen: Wir bieten auch diesen Pressearbeit in ihrem lokalen Markt an, wenn sie vermehrt bei Aton-Solar kaufen. So schaffen wir diesen einen Anreiz, enger mit Aigner (und dessen Herstellern) zu kooperieren. Intelligenz statt Preisdumping. Damit multiplizieren wir auch die Argumentation, weshalb sich Investoren für Module aus deutscher Produktion entscheiden sollten. Und wir haben weitere Marketingtools im Köcher, damit der Laichinger Schaffer in Bälde seinen Umsatz erneut verdoppeln kann.
Keine Alternative zu ethischen Werten
Ohne ethische Werte im globalen Maßstab, so Prof. Prabhu Guptara, werde die Welt schon bald in die nächste Wirtschaftskrise stürzen. Der Finanzexperte, der unter anderem die Weltbank berät, sprach vorige Woche auf dem 7. Führungskräftekongress in Nürnberg. Der 61-jährige Inder mit britischem Pass, der seit 15 Jahren in der Schweiz lebt, malte vor 3800 Teilnehmern ein düsteres Bild darüber, ob die Staatengemeinschaft sich auf solche Regeln werde einigen können.
Ein gangbarer Weg, so der vierfache Vater, könne sein, im eigenen Unternehmen ethische Regeln zu erstellen. Wenn diese die gesamte Belegschaft zu leben bereit sei, könnten diese auf Partnerunternehmen, Kunden und Lieferanten übertragen werden quasi als Basis für eine Zusammenarbeit. So könnten Werte in konzentrischen Kreisen die globale Gesellschaft durchdringen. Der Kosmopolit gab aber zu bedenken, dass es kontinental kulturell unterschiedliche Werte gibt. Zuversichtlich war er dagegen, dass sich Christen, Moslems, Hindus oder Buddhisten recht schnell auf ethische Werte und deren Sinnhaftigkeit verständigen könnten.
Am Rande der Pressekonferenz mit Friedhelm Loh (Rittal) und Manfred Maus (Obi), die über die praktische Seite ethischer Führung ihrer Unternehmen sprachen, nutzte ich die Gelegenheit, mich mit Guptara fotografieren zu lassen. Der Kongress bot vom 23. bis 26. Februar viele Gelegenheiten, christlichen Unternehmerpersönlichkeiten zu begegnen und deren Vorträge zu hören, wie sie mit Gott an ihrer Seite gute (= ehrliche) Geschäfte machen.
Horst Schulze, deutscher Gründer der US-Luxus-Hotelkette Ritz Carlton mit 78 Häusern in 23 Ländern, betonte: Jede Entscheidung, die er treffe, müsse gleichermaßen gut für Mitarbeiter, Gäste, Aktionäre und die Gesellschaft generell sein. Die Grundlage sei für ihn als Christen sehr einfach, weshalb er für die Bibel dankbar sei: Die Entscheidung muss gut für seinen Nächsten sein. Der nächste Führungskräftekongress findet vom 17. bis 19. Februar 2013 in Leipzig statt.
Mechanismen der Medienindustrie
Dieser Werbespot von VW wurde bei Youtube bis heute mehr als 26,5 Mio. Mal angeklickt. Gestern war in den Stuttgarter Nachrichten dazu ein Artikel. Der Hauptdarsteller, der Sechsjährige US-Amerikaner Max Page, ist demnach ein routinierter Werbeprofi. Der arme Junge leidet an einem angeborenen Herzfehler. Hat einen Schrittmacher und musste schon einige Male operiert werden, ist da zu lesen.
Ein Schelm, wer nun denkt, dass das alles reiner Zufall ist: Ein Spot, der eigens für das Super-Bowl-Finale produziert wurde (100 Mio. Zuschauer) - sogar in China wurde der Spot angeschaut. Sicher wurde der Junge gezielt ausgewählt. Denn nur so läuft parallel die Story durch die Gazetten, dass der Junge eigentlich todkrank ist. So erfährt er eine weltweite Beachtung. Mit ihm natürlich geradezu zwangsläufig die neue Limousine des deutschen Autobauers.
Immer wieder fragen uns Kunden, wie sie es ins Fernsehen schaffen. Mancher wäre sogar bereit, Positionen zu beziehen, die kantig sind, wie die eines Thilo Sarrazin. Dabei kann PR doch so einfach sein: Rühre die Herzen an und du bist ein Youtube-Star. Aktuell wäre zum Beispiel noch Samuel Koch frei, der mittlerweile querschnittgelähmte Wettkandidat aus der ZDF-Show vom Dezember.
Vor diesem Hintergrund arbeiten wir weiter wahrhaftig und versuchen jeden Tag Inhalte zu liefern, die den jeweiligen Titel des Redakteurs oder dessen TV-Format lesens- und sehenswerter macht. Erfolg um jeden Preis wollen wir nicht. Wir sind ja auch nicht käuflich - aber bezahlbar.
Job-Anglizismen schrecken ab
Na, das finde ich mal beruhigend: Jobvermittler und Karriereberater haben jetzt heraus gefunden, dass sich mehr geeignete Leute bewerben, wenn eine Stelle auf Deutsch ausgeschrieben ist. Denn offensichtlich tun sich auch andere (Akademiker) schwer, zu erfassen, was ein Director of Human Resources (Personalleiter), Billing Manager (Buchhalter) oder First Level Supporter (telefonischer Kundendienst) ist.
Und wo man nicht genau weiß, worum es geht, zappt bzw. liest man weiter. Zum Glück bin ich mit einer großen Portion Selbstbewußtsein ausgestattet, so dass ich mir immer wieder erlaube nachzufragen, wofür ein Director of Product Management & Sales (Marketingleiter) oder ein Key Accounter (Betreuer wichtiger Kunden) zuständig sind. In meinen Pressetexten zitiere ich diese Quellen dann auf Deutsch (siehe Berufsbezeichnungen in Klammer) und kämpfe bei der Freigabe meiner Texte darum, dass dies auch so bleibt.
Denn bei aller Bereitschaft zu Internationalität bleibe ich im Kern doch ein deutscher Journalist, der möchte, dass seine Texte gelesen und verstanden werden. Vor diesem Hintergrund kann ich auch die Kollegen in den (Werbe-)Agenturen, die die Stellenausschreibungen formulieren, nur ermutigen, nüchtern zu bleiben. Die Stellen lesen sich dann zwar nicht mehr ganz so hipp, man hat aber hinterher auch Mitarbeiter, auf die man sich verlassen kann. Mehr Übersetzungen englicher Berufsbezeichnungen gibt es unter www.vds-ev.de/index
Es lebe die Moral: 23 Jobs weniger
Günter Wallraff, der Robin Hood des investigativen Journalismus, hat uns mal wieder eine Lektion erteilt. Einen Monat jobbte er verdeckt in einer Großbäckerei und berichtete anschließend in "Die Zeit" über die vorgefundenen Missstände bei Hygiene und Arbeitssicherheit. Die Folge: Der betroffene Bäcker macht nun seinen Laden dicht und die 23 Beschäftigten stehen auf der Straße, wie die Allgemeine Bäcker Zeitung ABZ in ihrer jüngsten Ausgabe berichtet.
Und was lernen wir daraus: Zum einen, dass ein aufgeweckter Journalismus möglich ist (warum lesen sich dann aber die Lokalzeitungen so langweilig?), zum anderen aber auch, dass die Grenze zwischen Opfern und Tätern fließend verläuft. Es wäre interessant zu hören, wie die 23 Bäckereiangestellten, die Wallraff als Opfer sah, sich nun fühlen. Immerhin will er sie aus seinem Vermögen unterstützen.
Da könnte er auch gleich vielen freien Journalisten ein paar hundert Euro überweisen. Denn wie die deutschen Medien Beiträge und Fotos ihrer freien Mitarbeiter honorieren - und ich meine jetzt nicht die Goldenene Hochzeit im Lokalblatt - spottet jeder Beschreibung. Und unabhängig ist auch ein Wallraff nicht. Mir fällt da eine Großbäckerei ein, die vor gut zehn Jahren pleite ging, weil viele Bäcker oft blau machten, Waren verbrennen ließen oder wenn sie da waren, stangenweise Zigaretten klauten, die unbewacht in den frühen Morgenstunden für die Auslieferung in die Filialen bereit lagen.
Wikipedia: Kleinkrieg um die Wahrheit
Mit der Diskussion der Wikipedianer darüber, ob der Donauturm, der in der digitalen Enzyklopädie beschrieben wird, auch ein Fernseh- oder nur ein Aussichtsturm sei, ist Spiegelredakteur Mathieu von Rohr in einen Hintergrund über das visionäre Wissensprojekt eingestiegen. Sein Tenor: Dort toben sich Kleingeister mit mangelnder sozialer Kompetenz aus statt dem Anspruch herrschaftsfreier Wissensvermittlung gerecht zu werden. Der Beitrag, der in Heft 16/2010 erschienen war, ist absolut lesenswert und kurzweilig.
Vor allem, wenn man sich selbst schon dort als Autor versucht hat und von anonymen Zensoren mit Phantasienamen abgekanzelt oder belehrt wurde. Wie die Spiegel-Recherche nun belegt, offenbar von teils militanten Besserwissern und Eigenbrödlern, die ihre Spielwiese sauber halten wollen oder ihre Eitelkeit verletzt sehen, wenn andere im Feld ihrer Themenschwerpunkte aktiv werden (wollen). Über den Streit zwischen Inklusionisten, die auch perifere Themen wie Visual Thining aufnehmen wollen, und Exklusionisten, die jeweils selbst die Relevanz eines Beitrags zensieren, hatte ich bereits am 4. November 2009 hier geschrieben.
Erst jüngst hatte ich wieder Ärger mit Wikipedia, weil ich im Auftrag eines Produktionsbetriebs ein spezielles Verarbeitungsverfahren aus der Blechbranche in einem Sub-Lexikon wissenschaftlich-objektiv ergänzen wollte. Der Beitrag wurde nicht nur nicht diskutiert, sondern gleich von irgendeiner selbsternannten Autorität gelöscht, weil angeblich die Relevanz fehle. Wie das interne Hierarchiegefüge bei Wikipdia aussieht, beleuchtet der Spiegel-Beitrag selbstverständlich auch.
Dessous-Laden bietet klaren Mehrwert

Für Dessous war ich bislang kein Fachmann. Auch hätte ich nie gedacht, mich beruflich jemals damit zu befassen. Doch man soll nie nie sagen. Denn vorige Woche war es so weit: Die Frau eines guten Freundes von mir übernimmt zum 1. März ein Göppinger Wäsche-Geschäft, in dem sie zuvor als Angestellte Erfahrung sammelte. Und eine solche Neuerung braucht natürlich Kommunikation und Öffentlichkeit, soll der Umsatz rasch attraktive Werte erreichen.
Wie sonst auch, recherchierte ich bei der künftigen Unternehmerin durch viele, viele Fragen, wo ihr Mehrwert liege und was ihre Kernkompetenz sei. Denn Wäsche kann man überall kaufen, auch im Internet. Durch meine vielen Fragen konnten wir die Worthülse "individuelle Beratung in persönlicher Atmosphäre" allmählich mit (be-)greiffbaren Inhalten füllen.
So schätzen Frauen nach einer Brust-OP die Intimität des 35 Quadratmeter kleinen Lädchens in der Göppinger Hauptstraße. Manches Mädchen an der Schwelle zur Frau kauft hier ihren ersten BH und Frauen im besten Alter, die wieder etwas Pepp in ihr Liebensleben bringen wollen, finden hier etwas Raffiniertes. Irgendwie steht man mitten im Leben, wenn man sich mit Sylvia Übele (Foto) über all diese Facetten unterhält und wo sie wie ihren Beitrag leistet, dass Frauen "innerlich und äußerlich schöner werden."
Und auch Freunde betriebswirtschadftlicher Hardfacts kommen bei ihr (und meinem Pressetext) auf ihre Kosten: Da geht es darum, wie sie den Warenumschlag erhöhen, Zielgruppen explizit ansprechen oder das Sortiment straffen will. Denn ob Dessous, Autos oder BtoB-Produkte - diese Prinzipien sind immer dieselben. Und mit ihrer kommunikativen Art hat Sylvia Übele gute Chancen, auch im Krisenjahr 2010 einen guten Start hinzulegen. Ich möchte hiermit meinen Beitrag dazu geleistet haben. Im Laden ist die neue Inhaberin ab 1. März erreichbar unter Tel. 07161/75036.
SkillSoft wächst auch in der Krise

Gehört zu unseren langjährigsten Kunden: Europadirektor Stefan Janssen von SkillSoft, Weltmarktführer für e-Learning.
In der größten Wirtschaftskrise hat einer unserer langjährigsten Kunden dennoch rund 20 Prozent neue Kunden hinzugewonnen: Das teilte der weltweit größte e-Learning-Anbieter SkillSoft gestern auf der Fachmesse Learntec in Karlsruhe mit. Noch unter dem Namen NETg und damals in kanadischer Hand erhielt ich 2002 die Anfrage aus Düsseldorf, ob ich für den Bildungsanbieter im deutschsprachigen Raum die Pressearbeit machen wolle.
Martin Pichler, schon damals Chefredakteur von "Wirtschaft & Weiterbildung" hatte mich empfohlen, nachdem er fast sämtliche Pressemitteilungen des Unternehmens mangels Substanz und Aktualität abgelehnt hatte. Andererseits hatte er erlebt, wie qualifiziert ich ihn bspw. mit Themen von Rhetoriktrainer und BDVT-Preisträger Peter Flume bedient hatte.
Und obwohl ich damals, kurz nach Beginn meiner Selbstständigkeit, dringend neue Kunden brauchte, zögerte ich mangels fachlicher Kompetenz und wegen damals noch fehlender Kontakte in die IT-Zeitschriften-Szene, ob ich die Offerte annehmen sollte. Der Grund: Aus ethischer Sicht hatte ich Zweifel, ob ich die Verantwortung übernehmen könne, für diesen Global Player die Pressearbeit zu übernehmen.
Was ich damals nicht wußte: Die Vorgänger-Agenturen hatten sich offenbar einen Dreck um solche Bedenken geschert. Sie hatten um das Mandat gebuhlt und wenn sie es gewonnen hatten, ließ der Elan sofort nach. Der Kunde wurde derweil vertröstet, man müsse erst Kontakte aufbauen, man habe einiges in der Pipeline oder kurzfristig sei irgendein Deal geplatzt. So ließ sich Marketingleiterin Kerstin Stengel immer wieder vertrösten. Mit diesen Vorerfahrungen drängte sie mich damals regelrecht und definierte auch mein Honorar, weil ich im Verhältnis zu den ineffektiven Vorgängeragenturen um Lichtjahre zu günstig angeboten hatte.
Längst sind wir per Du und über diesen Kunden bin ich bundesweit mit vielen Konzernen in Kontakt gekommen und habe viel über Managementstrategien, Personalrecruiting und Mitarbeiterführung und -motivation gelernt. Auf der Learntec gestern nahm sich Europadirektor Stefan Janssen 90 Minuten Zeit, mit meinem Kollegen zu reden, der SkillSoft nun bereits seit zwei Jahren sehr erfolgreich betreut. Dabei stellte sich heraus, dass Janssen selbst Fan der HSG Düsseldorf ist, die jüngst (mal wieder) in die 1. Handball-Bundesliga aufgestiegen ist und dass er sehr gerne unsere Einladung annimmt, zu einem Frisch Auf-Heimspiel nach Göppingen in die EWS-Arena zu kommen. Er habe selbst früher aktiv Handball gespielt.