Britsch liefert einen großartigen Kampf
Der Boxabend am Samstag in der Ludwigsburger Arena mit 4200 Zuschauern hat sich gelohnt: Nicht so sehr wegen Großmaul und WBO-Weltmeister Marco Huck im Cruisergewicht ("ich schlage alles kurz und klein"); auch nicht wegen der Prügelei im Schwergewicht zwischen einem konditionsschwachen, aber routinierten US-Amerikaner Trevis Walker und einem Bulgaren, dessen Namen ich wegen Belanglosigkeit schon wieder vergessen habe.
Aber unbedingt wegen Dominik Britschs Hauptkampf im Mittelgewicht gegen den unermüdlichen US-Amerikaner Billy Lyell, der es dem 24-Jährigen ermöglichte, an diesem Abend an Reife und Erfahrung zuzulegen. Dieser Fight, in dem der Neckarsulmer erstmals in seinem 26. Profikampf über 12 Runden fighten musste, war das schönste, was ich im Boxen seit vielen Jahren gesehen habe.
Das Duell belegte, dass ein guter Boxer einen guten Gegner braucht, um einen hochwertigen Kampf zeigen zu können. Lyell, der sehr wohl auch variantenreicher boxen kann, suchte sein Heil über lange zwölf Runden einzig im Vorwärtsgang. Was man ihm über längstens sieben, acht Runden zugetraut hätte, zog der besttrainierte Techniker über zwölf Runden durch. Für Britsch war dies eine große Herausforderung. Über die ersten sieben, acht Runden zog er wie ein Stratege sein Konzept durch.
Britsch boxt filigran. Mit dem Kopf. Während jeder dreiminütigen Runde lauert er hinter einer kompakten Doppeldeckung auf seine Chance, pendelt, weicht zurück und kommt dann überfallartig meist zweimal pro Runde (das zweite Mal kurz vor dem Gong) mit einem Schlaghagel aus der Deckung und setzt dabei an Kopf wie Körper des Gegners Wirkungstreffer. Das sieht leicht, durchdacht und souverän aus, ist aber schwere Arbeit und fordert ein hohes Maß an Disziplin.
Dass diese Strategie gegen Ende des Kampfes immer weniger aufging, war offenbar der fehlenden Konzentration geschuldet, die Britsch noch nicht über zwölf Runden halten kann. Sie war aber auch dem bienenfleißigen Gegner geschuldet, der trotz aller erhaltenen Treffer immer weiter giftige Attacken ritt. Was mir aber auch gefiel: Wie blitztartig schnell Britsch ansaußenden Fäusten ausweichen kann, die er kommen sieht, und dessen Schlaghagel fast immer aus anderen Kombinationen bestehen, was wunderbar anzuschauen ist.
Dass ich am Sonntag, der normalerweise der Tag mit den schlechtesten Blog-Zugriffen ist, erstmals 200 Klicks hatte, war Dominik Britsch geschuldet. Die allermeisten wollten lesen, was ich über ihn so schreibe. Der Junge wird also mehr und mehr zur Marke und auch sein Trainer Ulli Wegner lobte ihn in den höchsten Tönen. Huck dagegen hätte ich an diesem Abend Firat Arslan, der auch am Ring saß, als Gegner gewünscht. Vielleicht hätte er dann nicht vom Aufstieg ins Schwergewicht gequatscht, sondern sich in Bescheidenheit geübt. Das wäre sympathischer gewesen. Neben ihm aber wirkt der drei Jahre jüngere Britsch wie eine Lichtgestalt für den deutschen Boxsport.
Britsch boxt am Samstag in Erfurt

Steigt am Samstag zum 25. Mal in den Ring: Dominik Britsch, der auch als Werbepartner viele Vorzüge bietet.
Mittelgewichtler Dominik Britsch boxt diesen Samstag (27.08.) in Erfurt. Live in ARD zu sehen ist der WBA-WM-Titelkampf im Schwergewicht zwischen Alexander Povetkin und Ruslan Chagaev. Zwei weitere Titel in Schwer- und Halbschwergewicht werden an dem Abend ausgetragen, während es für den 23-jährigen Neckarsulmer im 25. Profikampf nur darum geht, weiter unbesiegt zu bleiben.
Gegner des Abiturienten, der bereits als 17-Jähriger einen Profi-Vertrag bei Sauerland in Berlin bekam und seit 2009 IBF-Juniorenweltweister ist, ist der frühere Britische Meister und einstige EM-Herausforderer Steven Bendall. Gegen den 37-Jährigen gilt es für Britsch, mit dessen Vater Jürgen ich zur Schule ging, seinen 13. Rang in der Weltliste der International Boxing Federation zu behaupten.
Zuletzt hatte der Schützling von Ulli Wegner am 16. Juli dieses Jahres im Olympia-Eisstadion in München mit einem technischen K.o.-Sieg in der neunten Runde gegen den Amerikaner Ryan Davis die IBF-Intercontinental Meisterschaft errungen. Am liebsten würde der 23-Jährige gleich um die WM boxen, doch wollen Trainer und Manager den brillianten Techniker allmählich aufbauen.
Gegen den amtierenden IBF-Weltmeister Daniel Geale würde sich Britsch gute Chancen ausrechnen. Aber zunächst muss er sich gegen Bendall durchsetzen. Der Engländer ist kein Fallobst, wenngleich der frühere EM-Gegner von Sebastian Sylvester seinen britischen Titel 2009 gegen Darren McDermott verlor. Meinerseits versuche ich aktuell einem Kunden Boxen als Kundenevent schmackhaft zu machen.
Interessant sind meist die Reaktionen: Zunächst Ablehnung. Erzählt man dann aber, dass gute Boxer in erster Linie gegnerische Treffer vermeiden wollen, dafür so hart und vielseitig trainieren wie sonst nur Zehnkämpfer, äußerst diszipliniert leben und der Reiz des Sports in seiner Unmittelbarkeit liegt, bei der neben Kraft und Ausdauer auch Taktik und Psyche eine Rolle spielen, wächst beim Gegenüber die Begeisterung.
Dafür ist auch Britsch ein gutes Beispiel: Denn aus der Mitte der bürgerlichen, schwäbischen Gesellschaft und mit Abitur hätte der Sohn des früheren Deutschen Amateurmeisters Jürgen Britsch viele Alternativen gehabt, sich beruflich zu betätigen. Oder nehmen Sie mich: Mich fasziniert diese Sportart, deren Inszenierung und Vermarktung auch. Vielleicht gerade deshalb, weil sie auf den ersten Blick etwas Brachiales hat. Aber auch etwas Ehrliches.
Britsch boxt sich im Ranking hoch
Der Neckarsulmer Mittelgewichtler Dominik Britsch boxt am Samstag, 16. Juli, im Münchner Olympia-Eisstadion gegen den US-Amerikaner Ryan Davis um die derzeit vakante IBF-Intercontinental Meisterschaft. „Ich freue mich riesig, dass es endlich so weit ist“, sagt der 23-jährige Britsch, der bisher in 23 Profikämpfen 23 Siege einfuhr. Mit einem weiteren Sieg käme der Abiturient aus meiner Heimatstadt, mit dessen Vater ich befreundet bin, unter die Top 15 der Weltrangliste.
Mit dem 32-jährigen Davis, der aus 34 Kämpfen 23 Mal als Sieger hervorging (9 k.o.s), steht Britsch erstmals ein erfahrener, ausgereifter Boxer gegenüber. „Andere Sportler waren nicht besser als Dominik, haben aber schon früher um Meisterschaften geboxt“, meint Erfolgscoach Ulli Wegner. Der 69-Jährige, der 2010 das Bundesverdienstkreuz erhielt und zum achten Mal in Folge von den Lesern des Fachmagazins „BoxSport“ zum „Trainer des Jahres“ gewählt wurde, hält große Stücke auf Britsch.
„Dominik kann längst in einem Atemzug mit Boxern wie Felix Sturm oder Sebastian Zbik genannt werden,“ sagt Wegner. Dennoch weiß der Coach um die Gefährlichkeit des Britsch-Kontrahenten. „Er ist ein Kämpfer, einer der Willen hat und alles versuchen wird, um zu siegen." 2007 warf den US-Amerikaner eine Niederlage gegen Zab Judah etwas zurück.
Zuletzt hat er sich aber wieder berappelt. Solch einen Gegner dürfe nicht unterschätzen werden, so der Trainer. Dominik aber sei "der kommende Mann. Da erwarte ich natürlich, dass er am Ende siegt. Wenn er sich im Training weiter so reinkniet und konzentriert bleibt, ist er für mich in der Favoritenrolle.“ Deshalb sei es an dieser Stelle nochmals gesagt: Für Sponsorenanfragen ist der Neckarsulmer offen. Der Zeitpunkt ist günstig. Rufen Sie mich an unter Tel. 07161/918942.
Boxer Britsch besiegt auch 23. Gegner
Eigentlich sind es zwei schlechte und nur eine gute Nachricht. Fangen wir beim Besten an: Mittelgewichtsboxer Dominik Britsch hat in Los Angeles auch seinen 23. Gegner, den US-Amerikaner Delray Raines, durch technischen k.o. in der fünften Runde klar besiegt. Zuvor war Raines nach schweren Treffern dreimal angezählt worden.
Doch während der 23-jährige Neckarsulmer mal wieder nur im Vorprogramm boxte, unterlag Hauptkämpfer Artur Abraham auch im dritten Fight des Super-Six-Turniers. Dieses Mal besiegte ihn WBA-Weltmeister Andre Ward sehr überzeugend, nachdem der gebürtige Armenier und Ex-Weltmeister 2010 bereits beide Kämpfe im Rahmen des Turniers verloren hatte, dessen Sieger 20 Millionen Euro Siegprämie winken.
Die schlechteste Nachricht für den deutschen Boxsport insgesamt war vorige Woche in der Süddeutschen nachzulesen. Demnach wird die ARD den 54 Millionen Euro schweren TV-Vertrag mit Box-Promoter Winfried Sauerland, mit dessen Berliner Boxstall Britsch seit der elften Klasse einen Profivertrag hat, vermutlich nicht über 2013 hinaus verlängern. Der Grund: Der mächtige WDR-Verwaltungsrat lehnt den Deal ab. Laut Südeutsche einerseits, weil er im Boxen keinen öffentlichen Auftrag sieht, vor allem aber, weil Programmchef Volker Herres allzu eigenmächtig die Verlängerung bis 2015 bereits in Aussicht gestellt habe.
Pikant an der Sache: WDR-Intendantin Monika Priel, derzeit amtierende ARD-Vorsitzende, hatte dem Deal im Februar 2010 bereits zugestimmt. Demnach handelt es sich nun um einen Aufstand des Verwaltungsrats, der die Interessen der Gebührenzahler (ehrenamtlich) vertritt, gegen die professionellen Programmmacher und deren Ehrgeiz. Bereits im Sommer 2010 hatte das ZDF die Zusammenarbeit mit dem Hamburger Boxstall Universum, wo bis dahin Firat Arslan unter Vertrag stand, beendet. Arslan arbeitet nun punktuell mit Mehmet Önder zusammen.
Britsch boxt erneut in den USA
Allmählich wird es Zeit, dass der 23-jährige Mittelgewichtler Dominik Britsch (Foto) als Hauptkämpfer einen Boxabend bestreitet. Am Samstag, 14. Mai, in seinem 23. Profikampf sicher aber noch nicht. Denn der findet in Los Angelas statt im Rahmenprogramm von Arthur Abrahams "Final six"-Turnier. Am 1. Mai flogen die beiden mit Sauerland-Trainer Ulli Wegner und Physiotherapeut in die USA, wo sie unter anderem in Las Vegas einem Kampfabend beiwohnen.
Mit seinem klaren Sieg über den Ungarn Joszef Matolcsi in seinem 22. Kampf hat sich der Neckarsulmer Abiturient in der Weltrangliste weiter nach vorne gearbeitet. In Europa gehört der bislang unbesiegte Britsch, der seine Karriere als Elftklässler startete, nun zu den Topp Ten und ist um eine Erfahrung reicher: Denn in der sechsten Runde traf ihn ein linker Haken Matolcsis so schwer, dass er - erstmals in seiner Karriere - kurz zu Boden ging.
Pädagogisch war der Niederschlag, der in der ARD-Zusammenfassung zu sehen war, lehrreich: Denn nun hat Britsch die Praxiserfahrung, wie es sich im Kampf für ihn anfühlt, so hart getroffen zu werden. Aus dem Konzept brachte ihn der Treffer nämlich nicht. Er dominierte seinen Gegner klar über die komplette Distanz und schickte den Routinier in der ersten und fünften Runde seinerseits mit einer Kombination und einem Haken auf die Bretter.
2. April: Britsch boxt gegen Matolcsi
Dominik Britsch (23) kann sich am Samstag, 2. April, weiter Richtung Spitze im Mittelgewicht boxen: In Halle/Westfalen tritt der Neckarsulmer Abiturient aus dem Berliner Sauerland-Boxstall in seinem 22. Profikampf gegen den 34-jährigen Jozsef Matolcsi an. Der Ungar besiegte jüngst Mahir Oral, der im Juni 2009 gegen Artur Abraham schon um den WM-Titel gefightet hatte, durch technischen k.o. in der zweiten Runde.
2010 stand Oral in Rostock gegen Sebastian Sylvester im Ring um die IBF-Weltmeisterschaft im Mittelgewicht. Er verlor zwar nach Punkten, hätte aber als späterer Europaranglistenerster bei einem weiteren Sieg die Chance bekommen, nach dem EM-Gürtel zu greifen. Dann hagelte es in dänischen Herning die Niederlage gegen Matolcsi. „Das zeigt schon, aus welchem Holz Matolcsi geschnitzt ist“, weiß Britsch, der bisher 21 Profikämpfe bestritten und alle gewonnen hat, sieben davon durch k.o.
Wenn Britsch gewinnt, macht er auf der Europarangliste vom derzeitigen 10. Platz einen Sprung nach vorne. Das bringt ihn einem werbewirksamen EM-Kampf einen großen Schritt näher, zumal die ARD die Zusammenarbeit mit dem Sauerland-Boxstall fortsetzt. So zeigt die ARD am 2. April die Fights von WBO-Weltmeister Marco Huck im Cruisergewicht und von WBO-Intercontinental Champion Robert Helenius im Schwergewicht gegen den früheren WBC-Weltmeister Samuel Peter aus Nigeria.
Weil ich mit Dominiks Vater Jürgen befreundet bin (wir sind fast gleich alt und ich komme gebürtig aus Neckarsulm) und mit Ex-Weltmeister Firat Arslan 2007/08 bereits einen Box-Profi PR-technisch unterstützt und mit der Carl Stahl GmbH einen Sponsor vermittelt habe, kann ich einen solchen Deal für interessierte Unternehmen gerne auch mit Dominik einfädeln. Der Zeitpunkt ist jetzt günstig, weil der Marktwert des 23-jährigen schwäbischen Sympathieträgers bald steigen dürfte.
Britsch gewinnt auch 21. Kampf ganz klar
Bevor ich morgen zu Felix Sturms WM-Kampf im Mittelgewicht in die Stuttgarter Porsche-Arena gehe, möchte ich meine Leser noch über einen anderen Mittelgewichtler informieren: Der 23-jährige Neckarsulmer Dominik Britsch hat vorigen Samstag in Mühlheim klar nach Punkten auch seinen 21. Profi-Kampf gewonnen. Das Mega-Talent aus dem Sauerland-Boxstall hatte zuvor sechs Monate pausieren müssen wegen einer Verletzung an der Hand.
Den Nordiren Joe Rea schickte er in der vierten von insgesamt acht Runden erstmals auch auf die Bretter. Immer wieder setzte der Abiturient den Dubliner mit Kombinationen unter Druck, so dass er zweimal angezählt wurde. Ich bin mir ziemlich sicher, dass Britsch in seiner Gewichtsklasse das Zeug zum Weltmeister hat.
Deshalb wundere ich mich eigentlich auch, weshalb keiner der "hidden champion", die sich kürzlich auf Initiative von Ex-Wirtschaftsminister Walter Döhring zum Gipfeltreffen in Schwäbisch Hall getroffen haben, ein Sponsoring mit dem schwäbisch-schaffigen Landsmann eingeht. Der Werbevertrag zwischen der Carl Stahl GmbH in Süßen und dem späteren Cruiser-Weltmeister Firat Arslan, den ich 2007 eingefädelt hatte, war auch für beide Seiten ein großer Gewinn - und Spaß, denke ich nur an die TV-Präsenz im ZDF und bis in die USA, die der Weltmarktführer für Seil-, Hebe- und Sicherheitstechnik dadurch hatte.
Britsch boxt am 12. Februar wieder
Der 23-jährige Mittelgewichtler Dominik Britsch aus meiner Heimatstadt Neckarsulm steht am 12. Februar in Mühlheim/Ruhr wieder im Ring. Im August 2010 hatte sich der Schützling von Trainer Ulli Wegner aus dem Berliner Sauerland-Boxstall beim einstimmigen Punktsieg gegen den Italiener Lorenzo Cosseddu in Erfurt einen Bänderriss im linken Mittelfinger zugezogen, was die lange Zwangspause zur Folge hatte.
Zwar konnte der Junioren-Weltmeister schon kurz nach dem Fight wieder ins Lauftraining einsteigen, doch seine Führhand wurde mit einer Gipsschiene für acht Wochen stillgelegt. Der Hoffnungsträger, der 2008 Abitur gemacht hatte und bereits als Elftklässler seinen ersten Profi-Kampf absolvierte, blieb bislang in allen 20 Profikämpfen ungeschlagen. Der Gegner für den 12. Februar soll in Kürze bekanntgegeben werden.
Zuletzt gab es für den mehrfachen Sportler des Jahres der Heilbronner Stimme fast durchweg Anerkennung für seine Leistungen. "Seine Entwicklungskurve zeigt weiter deutlich nach oben", lobte jüngst Manager Wilfried Sauerland den jungen Britsch, mit dessen Vater Jürgen ich einst in die Schule ging. Dieser, selbst mehrfacher Deutscher Meister der Amateure, trainierte und formte den Sohn seit dessen siebtem Lebensjahr.
Britsch, dem ich unter 07161/918942 gerne noch Sponsoren vermittle, wird für den deutschen Boxsport umso kostbarer seit auch Cruiser-Weltmeister Marco Huck an seine Grenzen kommt und Mittelgewichtler Artur Abraham (Mittelgewicht wie Britsch) zuletzt zwei deutliche Niederlagen kassierte. Und: Der 23-jährige Neckarsulmer ist - im Gegensatz zu den allermeisten eingedeutschen Box-Profis - durch und durch ein Schwabe und damit sympathische Identifikationsfigur.
Ex-Weltmeister Firat Arslan (Cruiser/Universum), Luan Krasniqi (Schwergewicht) und Jürgen Britsch kennen sich noch aus ihrer Amateurzeit, wo sich deren aktive Boxkarrieren gerade noch so überschnitten. Insider prophezeien Britsch, dass er das Zeug zum Weltmeister hat. Einziger Schwachpunkt könnten seine zarten Finger sein....Am 12.02. boxen auch Steve Herelius vs. Yoan Pablo Hernandez (WBA-WM-Titel) und Steve Cunningham vs. Enad Licina (IBF-WM-Titel) im Cruisergewicht sowie Arthur Abraham. Tickets unter 01805-570044 (Euro 0,14/min.).
Luan Krasniqi boxt Jonathon Banks
Neues Jahr, neuer Kampf. Während sich viele von uns derzeit mit Leckereien den Bauch voll schlagen und faul auf der Coach liegen, geht Schwergewichtsboxer Luan Krasniqi in die heiße Phase seiner Kampfvorbereitung. Zwei Jahre nach seiner Niederlage (Leberhaken in der 3. Runde) gegen Stallgefährte Alexander Dimitrenko tritt der Rottweiler am Samstag, 26. Februar, in Ludwigsburg gegen den US-Amerikaner Johnathon Banks an. Das Interessante an dem Kampf: Veranstalter ist die Klitschko Management Group mit ihrem Haussender RTL und der Fight gilt als WM-Ausscheidungskampf um den WBA-Titel, so dass der Sieger des Fights gegen einern der Klitschko-Brüder antreten könnte.
2005 stand der mittlerweile 39-jährige Luan schon einmal kurz vor dem Titelgewinn gegen den damaligen Weltmeister Lemon Brewster. Er führte nach Punkten wie zuletzt gegen Dimitrenko und ging doch K.o. - wie auch gegen Tony Thompson zwischen diesen beiden Fights, so dass der Löwe mit zuletzt drei Niederlagen antritt. Der 28-jährige Banks aus Detroit ist die Nr. 7 in der WBC-Weltrangliste, bei IBF liegt er auf Platz 8. Der 1,91 Meter große Banks war zuvor Weltmeister im Cruisergewicht und erzielte 17 seiner bisher 25 Siege durch K.o. Hinzu kommen nur eine Niederlage und ein Remis. Zuletzt besiegte er Travis Walker, der zuvor gegen Riuslan Tschagajew überzeugt hatte.
Für Krasniqi, der sich aktuell mit seinem Freund Firat Arslan (wir haben heute vor dem Training telefoniert) in Rottweil vorbereitet, geht es am 26. Februar um alles. Evtl. steigt sogar Firat, Ex-Weltmeister im Cruisergewicht und selbst zuletzt zweimal besiegt, bei der Klitschko-Veranstaltung in den Ring. Der 40-Jährige ist toppfit, könnte einen Aufbaukampf brauchen und gemeinsam mit Luan in Ludwigsburg wäre ein Highlight für die süddeutsche Boxsportszene. Zeitgleich steigt in Bamberg im Mittelgewicht der Neckarsulmer Dominik Britsch in den Ring. Mal sehen, ob diese Sauerland-Veranstaltung dann auf ARD übertragen wird. Bereits eine Woche zuvor boxt Mittelgewichts-Weltmeister Felix Sturm, der sich im Streit von Universum getrennt hat, in der Stuttgarter Porsche-Arena. Ich habe vor, in Stuttgart wie in Ludwigsburg live mit Freunden dabei zu sein, um sie von dieser martialischen Sportart zu überzeugen.
Britsch boxt in Erfurt gegen Italiener
Neben dem WM-Fight im Cruisergewicht mit Marco „Käpt´n“ Huck gegen Matt Godfrey am Samstag, 21. August, präsentiert sich in der Erfurter Messehalle auch Deutschlands Mittelgewichts-Hoffnung Dominik Britsch. Der Neckarsulmer, der in Berlin bei Ulli Wegner im Sauerland-Boxstall trainiert, blieb bisher in 19 Profikämpfen ungeschlagen.
In der Landeshauptstadt Thüringens will der 22-jährige Abiturient, der bereits als Elftklässler seinen ersten Profi-Kampf bestritt, gegen den Italiener Lorenzo Cosseddu den nächsten Erfolg einfahren. „Dominik Britsch ist ein Juwel“, lobt Trainer Ulli Wegner den Neckarsulmer. Dessen Vater Jürgen kenne ich noch aus meiner Schulzeit, weil ich selbst aus der Audi-Stadt mit ihren 25000 Einwohnern stamme.
„Er ist seinen Trainingskollegen schon jetzt in so ziemlich allen Fragen - also im technisch-taktischen Bereich, aus athletischer Sicht und von der generellen Trainingseinstellung her - überlegen", sagt Wegner über Britsch. Nach dem Gewinn der IBF-Junioren-WM gehe es darum, seine Leistungsstärke im Wettkampf auch gegen erfahrene Gegner weiter zu bestätigen.
Vermutlich wird der auf acht Runden angesetzte Kampf als Aufzeichnung in der ARD nach dem Huck-Fight ausgestrahlt. Nachdem es immer schwieriger wird, im Juniorenbereich für Britsch adäquate Gegner zu finden, kann er sich nun gegen Cosseddu bewähren. Der 27-jährige Italiener ging aus 32 Profikämpfen bislang 23 Mal als Sieger hervor und holte fünf Unentschieden.
Britsch sucht übrigens noch Sponsoren. Dank seiner Bildung, seiner schwäbischen Wurzeln, seiner Erfolge und seiner hohen Medienpräsenz, insbesondere in der ARD, bietet er nicht nur thematisch viele Anknüpfungspunkte, sondern auch einen hohen Werbewert. Ich möchte hier nur daran erinnern, dass ich auch meinen Kunden Carl Stahl rechtzeitig mit Cruiserboxer Firat Arslan zusammen gebracht hatte, ehe dieser Weltmeister wurde. Ticket-Hotline für die Box-Gala in Erfurt ist übrigens die 01805-570044.