Countdown für neue Homepage läuft
Advent heißt Ankunft. Warten also auf Weihnachten. Aktuell warte ich aber auch auf die Freischaltung meiner neuen Homepage. Die alte Website, die derzeit noch "scharf" ist, hat mich bald zehn Jahre nahezu unverändert begleitet. Sie tat einfach ihren Dienst. Und immer noch sprach sie potentielle neue Kunden offenbar gut an. Immer wieder bekam ich Lob für den klaren Aufbau und man verstehe, was ich so mache.
Etliche Monate Vorarbeit und ein völlig neues Design, in dem auch mein Kundenmagazin und meine Visitenkarte gehalten sind, stecken in dem neuen Auftritt, mit dem ein Providerwechsel hin zu unserer Werbeagentur Projekt E einhergeht. Dort definiere ich unsere um Social Media, Kundenmagazine, Filme und Beratung erweiterten Geschäftsfelder; mehr als 20 Unternehmer begründen, warum sie mit uns arbeiten und was sie an unserer Agentur schätzen, und es gibt eine neue Fotogallerie "Fromm & Friends".
Ich freue mich schon sehr auf den neuen Auftritt, den ich vorige Woche im Weihnachtsbrief angekündigt hatte. Im nächsten Schritt wird dann vermutlich auch dieser Blog in meinen neuen Farben Rot und Schwarz designt. Ich bin mal gespannt. Über all dem vergessen wir aber unsere Kunden nicht. Die zehn Jahre altes Designs belegen, dass wir uns wie der Schuhmacher fast ausschließlich um die Schuhe unserer Kunden bemühen.
Witziger Film mit einfachen Mitteln
Mit absolut einfachen Mitteln hat die Katholische Arbeitnehmerbewegung (KAB) der Diözese Rottenburg-Stuttgart einen sehr ansprechenden Film produziert: Mit einer dichten Abfolge von Fotos, die über den Tisch gezogen werden, visualisiert der Sprecher, der Göppinger KAB-Regionalsekretär Akos Csernai-Weimer, die Informationen, die er in dem kurzweiligen Filmchen von 1:34 Minuten Dauer gibt.
Akos' Beispiel, den ich seit 30 Jahren aus der diözesanen Jugendarbeit (DPSG) kenne, zeigt mehreres: Auch mit einfachen Mitteln kann man große Wirkung erzielen. Statt eines (langweiligen) Textes lassen sich die Informationen in einen unterhaltsamen Film verpacken und via Verbreitung auf Youtube ist man auch noch Teil der Social-Media-Society.
Mehr noch: Über die Informationen hinaus transportiert der Film über die altehrwürdige KAB mit langer Tradition innerhalb der katholischen Kirche auf diese Weise das Image "wir sind modern, witzig und sympathisch". Ich kann Akos zu seinem Filmprojekt nur beglückwünschen und hoffen, dass auch dieser Blog-Eintrag zur weiteren Verbreitung des Films beiträgt - und zur Nachahmung. Bislang hatte er 198 Klicks. Immerhin.
Rüdinger online auf Youtube
Dass immer mehr meiner Kunden im Marketing neue, digitale Wege gehen, belegt nun auch der Krautheimer XXL-Spediteur Roland Rüdinger. Er ließ sich kürzlich einen Imagefilm produzieren, der auf N24 ausgestrahlt wurde. Zwar hat der Nachrichtensender nur eine geringe Zuschauerquote, doch ist der Film nun auf Youtube dauerhaft im Internet abrufbar. Damit man ihn aber auch findet, mache ich u.a. hier schon mal darauf aufmerksam und wünsche gute Unterhaltung.
Gekaufte Meinung im Internet
Zugegeben, ich bin ein konservativer Zeitungsmann, der die Entwicklungen im Internet skeptisch sieht. Einerseits ist das digitale Forum demokratisch, weil keine Meinung von Redakteuren zensiert wird. Andererseits halte ich wachen Verstand von Autoren und Redaktionsrichtlinien für gute Maßnahmen gegen geistige Umweltverschmutzung. Nun habe ich ein weiteres Argument für meine Sichtweise.
Laut Stuttgarter Nachrichten gelten ein Drittel aller Bewertungen, die im Internet für Produkte, Dienstleistungen, Hotels etc. abgegeben werden als direkt lanciert von den Firmen, die davon einen wirtschaftlichen Nutzen haben, oder PR-Agenturen, die sie damit beauftragen. Okay, ich habe auch schon Nichten und Freunde gebeten, bestimmte Dinge zu bewerten, aber inhaltliche Vorgaben habe ich dabei nie gemacht.
Dabei gibt es einige Kriterien, gefakte Bewertungen zu durchschauen, auch wenn diese seit Jahren immer virtuoser und raffinierter werden: Je größer (und damit wichtiger) ein Portal ist, desto größer ist die Gefahr, auf frisierte Statements zu stoßen. Je weniger Bewertungen abgegeben werden, desto wahrscheinlicher ist, dass diese nicht echt sind. Wo nur gelobt wird, ist Vorsicht geboten - echte Meinungen sind differenziert.
Gelegentlich verraten sich gefakte Bewertungen auch an ihrer Sprache. Ein Tipp: Formulierungen als Suchbegriff eingeben und abwarten, ob die exakte Phrase auch in anderen Bewertungen oder in Werbeprospekten stehen. Je kürzer ein Statement ist, desto wahrscheinlicher ist es falsch. Denn Erfahrungen mit Hotels, Software oder Büchern sind sehr persönlich und entsprechend ausführlicher mit Beispielen geschildert.
Und noch drei Hinweise: Gibt sich der Kommentator mit vollem Namen zu erkennen, dürfte seine Bewertung echt sein. Schreibfehler könnten dagegen künstlich inszeniert sein, um die Spuren des PR-Profis zu verwischen. Und wird ein Produkt allzu sehr verrissen, könnte der Autor von der Konkurrenz kommen. So, jetzt bin ich mal gespannt auf die Bewertungen und Kommentare, die ich auf diesen Beitrag bekomme.
Positiv-Magazin findet seine Leser

Verbreitet nur gute Nachrichten: Gertrud E. Warnecke.
Nachdem vorige Woche in der AHGZ (Allgemeine Hotel- und Gaststättenzeitung) mein Porträt des Ritz Charlton-Gründers Horst Schulze erschienen war, der mit christlichen Werten seine Hotelkette zu einem internationalen Luxus-Imperium ausgebaut hatte, rief mich heute Gertud E. Warnecke an. Die mittlerweile 67-jährige Kollegin aus Königstein bat mich, meinen Beitrag in ihrem Online-Portal Positiv-Magazin veröffentlichen zu dürfen.
Darf sie selbstverständlich. Wir kamen ins Gespräch und dabei stellte sich heraus, dass die frühere PR-Frau zum Valentinstag 2010 beschlossen hat, ein Online-Magazin zu etablieren, das nur positive Nachrichten verbreitet, um damit Menschen Mut zu machen. Seither veröffentlicht die frühere Mitarbeiterin der internationalemn Werbeagentur J. Walter Thompson und PR-Leiterin mehrerer Firmen, die sich 1987 selbstständig gemacht hatte, täglich drei gute Nachrichten.
Eine der nächsten soll mein Porträt von Horst Schulze sein. Ihr Portal umfasst rund 20 Ressorts wie Sport, Touristik, Wirtschaft oder Genuß & Lebensart und hat täglich im Schnitt offenbar 1500 Leser (zum Vergleich: ich habe gut 50). Diese hohen Zugriffszahlen verdankt Warnecke diversen Presseberichten etwa in Bild, Focus, Spiegel oder Stern, in denen die "Gutfrau" vorgestellt wurde, die ihren Lesern täglich Mut machen will.
Nachdem ich letztlich nach demselben Prinzip lebe und arbeite, werde ich der renommierten Kollegen noch manchen Artikel aus meinem Arbeitsumfeld mailen können. Denn auch meine Philosophie besteht ja darin, wie auf meiner Firmen-Homepage seit Gründung 2000 nachzulesen ist, den fleißigen Schaffern in unserer Mediengesellschaft Gehör zu verschaffen. In dieser Hinsicht war auch dieser Arbeitstag wieder recht erfolgreich. Gott sei Dank.
Verleger werden dank Internet
Was der Musikindutrie bereits vor zehn Jahren mit dem iPod in Haus stand, droht nun den Verlagshäusern: Millionenverluste, weil Autoren sich selbst verlegen und einen Bogen um die Industrie und deren Auswahlkriterien machen. Das jüngste Beispiel ist eine ehemalige Altenpflegerin in den USA, die Vampirromane schreibt und als Schriftstellerin mittlerweile geschätzte 2,5 Mio. Dollar verdient hat. Und das ohne je eine Seite gedruckt zu haben.
Spiegel-Online erklärt wie das Prinzip funktioniert:
"Im März 2010 bereitet Amanda Hocking die ersten ihrer Bücher für eine Selbstveröffentlichung auf Amazons Kindle-E-Book-Plattform vor. Gedruckt wird dabei gar nichts: Man muss nur eine Datei so formatieren, dass sie auf dem Kindle-E-Book-Reader gut aussieht und leicht lesbar ist. Wer einen Kunden-Account hat, kann seine Daten direkt hochladen - der Rest dauert nur Minuten. Nach Freigabe des Buches ist es über Kindle-Shop und Amazon auffindbar, Verkauf und Inkasso laufen über den Bücherversender, Gutschriften aus Verkäufen erfolgen ab dem dritten Monat auf monatlicher Basis - ein Instant-Verlagsgeschäft, wenn man so will."
Dass der Buchdownload Schule machen kann, haben Musiker aus aller Welt längst bewiesen, die sich zumindest zu Beginn der Karriere ohne Platten-Label via Youtube und Co. vermarktet haben. Und die meistgelesenen Blogs können sogar (Tages-)Zeitungen Konkurrenz machen. Davon ist mein virtuelles Logbuch allerdings noch ein Stück entfernt - schließlich sinken die Auflagen vieler Blätter so schnell wiederum auch nicht.
Knoblauch spitzt seine These zu
Mit der Personalfalle hat Prof. Jörg Knoblauch dieses Jahr einen Bestseller geschrieben und in vielen Zeitungen kamen Interviews und Berichte mit dem Autor über seine Personalauswahlthesen. In dem Buch greift er auch auf seine ältere These von den A-, B- und C-Mitarbeitern zurück, wonach die As den Firmenkarren ziehen, die Bs nebenherlaufen und die Cs sogar auf dem Karren sitzen und sich ziehen lassen.
In obigem Video hat er nun nachgelegt und seine Cs mit dem Ergebnis von Studien in Belegschaften verknüpft. Demnach gibt es bundesweit acht Millionen C-Mitarbeiter. Der Personal- und Managementtrainer aus Giengen/Brenz tritt nun mit seinen Lesern in eine Diskussion, ob es besser sei, den volkswirtschaftlichen Schaden in Kauf zu nehmen, dass acht Millionen C-Menschen als Arbeitslose der Allgemeinheit zur Last fallen. Oder ob der betriebswirtschaftliche Vorteil überwiegt, dass die Firmen durch die Befreiung von den Cs bessere Ergebnisse erzielen.
Der clevere Trainer verbindet sein Diskussionsangebot noch damit, Kommentatoren seinen Bestseller als Hörbuch zuzusenden. Damit schafft er einerseits einen Anreiz, eine Meinung zu artikulieren, was zu besseren Klickraten im Internet führt, zum anderen promotet er damit sein Buch und seine Thesen, was ihm zu höherer Bekanntheit verhilft. Vermutlich sieht so auch der Weg aus, wie man in (Polit-)Talkshows kommt.
Bürokratie reguliert uns bis zum Stillstand
Nach längerer Diskussion mit meinem Kunden Design Tech, dessen Anwalt und Joey Kelly habe ich nach nur drei Wochen unseren Filmbeitrag über den 7. Ammerbucher Design Talk wieder aus dem Netz genommen. Der Grund: In dem dreiminütigen Filmbeitrag hatten wir auch sekundenkurze Sequenzen aus ZDF-, RTL- und anderen TV-Sendungen gezeigt, die Joey Kellys Popularität und Extremsport dokumentierten. Die Sequenzen waren jedoch von der Leinwand abgefilmt und zudem mit unseren Sprecherinformationen unterlegt, so dass der Gesamteindruck die Abendveranstaltung dokumentierte und nicht die TV-Mitschnitte im Vordergrund standen.
Mit dieser Position hätte ich sicher auch einen Rechtsstreit gewonnen, zumal unsererseits mindestens 20 Stunden Arbeit in dem Film steckten. Design Tech, der mein Kunde ist, und JoeyKelly, der dessen Gast war, teilten meine Auffassung aber leider nicht. Ich schreibe hier darüber, weil Presse- und Urheberrecht bei unserer täglichen Arbeit fast immer eine Rolle spielen. Auch darin drückt sich unsere Kompetenz aus, selbst wenn ihr am Ende einmal nicht vertraut wird.
Und weil wir gerade bei Rechtsfragen sind: Der neue Jugendmedienschutz-Staatsvertrag, der zum 1. Januar in Kraft treten soll und zuvor noch von den Landesparlamenten ratifiziert werden muss, betrifft auch Blogs wie meinen, weil sie im Internet frei zugänglich sind. Ziel ist, den Jugendschutz im Netz zu stärken. Konkret sollen aber alle Inhalteanbieter im deutschen Internet ihre sämtlichen Inhalte nach Alterstufen (ab 0, 6, 12, 16 oder 18 Jahren) klassifzieren. Dies gilt vom kleinen Blog bis zur Firmenhomepage. Ausgenommen sind lediglich Nachrichtensendungen und -seiten.
Strittig ist nun wiederum, ob ich eine redaktionelle Nachrichtenseite betreibe, oder? Klassifiziert werden müssen nämlich auch alle alten, aber noch zugänglichen Inhalte. Alternativ zu einer Klassifzierung ist eine technische Schranke mit Volljährigkeitskontrolle oder das Abschalten des Angebots vor 23 Uhr möglich. Außer dass eine solche Kennzeichnung vom kleinen Blogbetreiber einerseits wegen des hohen Aufwand und andererseits, weil es ihm an der entsprechenden Kompetenz mangelt, fast nicht zu machen ist, ist die gesamte Regelung realitätsfremd.
Wann gehen die Parlamentarier endlich wieder vom Weltbild des mündigen Bürgers aus? Diejenigen mit der kriminellen Energie finden immer illegale Wege oder streuen ihr perfides Geistesgut vom Ausland aus. Wann lässt uns die Politik endlich in Ruhe, damit wir das Geld verdienen können, mit dem wir unsere Steuer bezahlen, mit der all dieser Schwachsinn finanziert wird? Nein, heute ist Nikolaustag, da rege ich mich nicht auf.
Design Tech im Messe-Talk auf Youtube
Dass digitale Medien immer mehr an Bedeutung gewinnen, zeigt sich auch auf den Messen quer durch die Republik. Immer häufiger werden Filme gedreht und online gestellt, wo vor einigen Jahren noch Fotos und Berichte für Print-Medien genügten. Deshalb haben auch wir bereits Filme über die Messebesuche einzelner unserer Kunden gedreht, ob für Ventzki von der Motek 2009 in Stuttgart oder Carl Stahl auf der diesjährigen Bauma in München.
Die hohe Kunst ist es, diese Filme über Homepages, Blogs und andere digitale Plattformen so zu verlinken, dass sie auch gefunden, angeklickt und angeschaut werden. Jürgen R. Schmid von Design Tech in Ammerbuch hat mir dieser Tage den Link zu diesem Filmbeitrag geschickt, in dem er beim "Mechatronik-Talk" auf der diesjährigen Motek dazu interviewt wurde, wie Wege zum Erfolg aussehen.