Verleger werden dank Internet
Was der Musikindutrie bereits vor zehn Jahren mit dem iPod in Haus stand, droht nun den Verlagshäusern: Millionenverluste, weil Autoren sich selbst verlegen und einen Bogen um die Industrie und deren Auswahlkriterien machen. Das jüngste Beispiel ist eine ehemalige Altenpflegerin in den USA, die Vampirromane schreibt und als Schriftstellerin mittlerweile geschätzte 2,5 Mio. Dollar verdient hat. Und das ohne je eine Seite gedruckt zu haben.
Spiegel-Online erklärt wie das Prinzip funktioniert:
"Im März 2010 bereitet Amanda Hocking die ersten ihrer Bücher für eine Selbstveröffentlichung auf Amazons Kindle-E-Book-Plattform vor. Gedruckt wird dabei gar nichts: Man muss nur eine Datei so formatieren, dass sie auf dem Kindle-E-Book-Reader gut aussieht und leicht lesbar ist. Wer einen Kunden-Account hat, kann seine Daten direkt hochladen - der Rest dauert nur Minuten. Nach Freigabe des Buches ist es über Kindle-Shop und Amazon auffindbar, Verkauf und Inkasso laufen über den Bücherversender, Gutschriften aus Verkäufen erfolgen ab dem dritten Monat auf monatlicher Basis - ein Instant-Verlagsgeschäft, wenn man so will."
Dass der Buchdownload Schule machen kann, haben Musiker aus aller Welt längst bewiesen, die sich zumindest zu Beginn der Karriere ohne Platten-Label via Youtube und Co. vermarktet haben. Und die meistgelesenen Blogs können sogar (Tages-)Zeitungen Konkurrenz machen. Davon ist mein virtuelles Logbuch allerdings noch ein Stück entfernt - schließlich sinken die Auflagen vieler Blätter so schnell wiederum auch nicht.
Ähnliche beiträge: