Tour extrem: Wir leben noch
Um es gleich zu sagen - Thomas Mürder ist verdammt alt geworden. Wir anderen aber auch. Heute war der dritte Tag der 3. Tour extrem und das 13-köpfige Peloton hat mächtig vorgelegt. Zum Start am Donnerstag mussten wir leider bis Lindau den Zug nehmen, denn seit morgens um 4 Uhr ging ein Gewitter nach dem anderen herunter bei 16 oder 17 Grad.
Am Nachmittag fuhren wir gerade noch elf Kilometer mit dem Rad nach Eichenberg. Immerhin waren 400 Höhenmeter zu bewältigen, um das Feld der Teilnehmer und deren Trainingsstand zu checken. Auch am Freitag wurden wir von Gewitter und Dauerregen geweckt, wobei außer Rede stand, dass auch gefahren wird. Um 10.30 Uhr ging es dann los - die 400 Meter wieder abwärts.
Am Freitag waren es dann 123 km bei 1580 Höhenmetern mit einem Schnitt von 23,7 km/h. Der Che

Älter geworden, aber noch immer Pass-tauglich: Thomas Mürder, geistiger Vater der Tour extrem und Direktor der Bereitschaftspolizei Göppingen.
fredakteur des Tour Magazin, der erstmals mitfährt und tags zuvor im Regen die 85 km von Stockach nach Eichenberg per Rad absolviert hatte, attestierte unsere Gruppe allerdings eine etwas chaotische Fahrweise. Das Tempo sei zu hoch und auf Hauptverkehrsstraßen müsse hintereinaner gefahren werden, so sein erster Eindruck von unserer bunten Gruppe.
Mittlerweile ist es Samstag, 22.18 Uhr, vor mir ein langer Tisch mit jeder Menge leeren Gläsern und rot-gebrannten Gesichtern. Heute haben wir 132 km mit 2800 Höhenmetern und einem 20er-Schnitt über den Albula (2315 hm) und die Anfahrt zum Spülgen-Pass auf 1600 Meter in Madesimo absolviert.
Um ehrlich zu ein: Die meisten von uns sind heute an ihre Grenzen gekommen. Das hatte allerdings den Vorteil, dass sich alle noch in voller Trikotmontur vor lauter Müdigkeit vors Hotel setzten und erst mal ein Bier tranken. Vorläufiges Fazit: Die Chemie in der Grupe stimmt nach 2004 und 2007 auch dieses Mal und das "Leben in Freiheit" tut jedem von uns gut, nachdem wir im Alltag doch mächtig in Strukturen eingebunden sind.
Jetzt muss ich Schluß machen, nachdem die Kollegen, die mittlerweile im Bett sind, morgen keinen Wettbewerbsvorteil haben. Übrigens: Stefan Schmid, der erneut die Touretappen ausgearbeitet hat, macht s mir als IT-Mnn auch jetzt möglich, in der italienischen Provinz auf meinem Blog in Wort und Bild präsent zu sein. Beste Grüße, ich bin total müde!
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