Ein Plädoyer für die Männer
Das ging ins Auge: Diese Woche hat der Gemeinderat von Goslar die Gleichstellungsbeauftragte Monika Ebeling abgewählt. Den Antrag dazu hatten die zwei Linken im Stadtparlament gestellt, die von Grünen, SPD und anderen unterstützt wurden. Und warum? Weil die 48-jährige studierte Sozialarbeiterin sich für (diskriminierte) Männer stark machte.
Und das ging so: Im April 2010 kritisierte die vierfache Mutter, dass in einer Ausstellung über häusliche Gewalt zwar Leser, Netzwerkerinnen etc. jeweils in beiden Geschlechterrollen angesprochen wurden, auf den Schautafeln Täter per se aber immer männlich und Opfer per se immer weiblich dargestellt wurden. Zudem stammten sämtliche Ausstellungsobjekte aus Frauenhäusern, so dass gar keine Exponate zu erwarten gewesen seien, die auch Gewalt gegen Männer thematisieren.
Mit ihrer objektiven Kritik machte sich Ebeling schon damals unbeliebt. Vom Geschlechterkampf in Goslar war die Rede. Traurig untermauert wurde die Haltung der differenzierten Gleichstellungsbeauftragten als eine 34-jährige, psychisch kranke Mutter in der Nähe der Kreisstadt ihre beiden Kinder umbrachte. Doch statt Unterstützung verstummte lediglich die Debatte.
Doch Ebeling, die einen eigenen Blog betreibt, gab nun dem Streit um ihre Person und ihre Ansichten neue Nahrung: Kreissparkasse und Bäckerinnung unterstützten im April eine "Kinderschutzwoche" des örtlichen Kinderschutzbundes. Dort hieß es auf Brötchentüten "Gewalt gegen Frauen und Kinder kommt nicht in die Tüte". Auch hier mahnte die kommunale Angestellte an, Gewalt gegen Männer sei demnach wohl zulässig.
Diese Kritik kam überhaupt nicht gut an. Und während der Geschlechterstreit bundesweit durch die Medien ging, beraumte der Gemeinderat eine Sitzung an, in der über Ebelings berufliche Zukunft entschieden werden sollte. Als "nicht tragbar" in diesem Amt wurde die Beauftragte abgewählt. Vielleicht ist das so richtig. Persönlich möchte ich aber anmerken, dass ich in meiner zweiten Ehe viel Gewalt gegen mich erlebt habe: Wenn meine Frau nicht mehr mit mir geredet hat, keine Argumente für ihr Handeln geliefert hat, ihre Unterstellungen und Projektionen nicht hinterfragt werden durften - und die Kinder gleich mit auf ihre Seite nahm. Logisch, Mamas sind eben wichtig und analytische Väter erst viel später verstehbar, wenn überhaupt.
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