Christliche Weihnachtswünsche

Seit Tagen habe ich erhöhte Zugriffszahlen auf meinen Blog. Der Grund: Viele Menschen googeln “christliche Weihnachtswünsche”, wofür ich ein Schlagwort (Tag) aus den Vorjahren habe, oder “fromme Weihnachtswünsche”, was offenbar durch meinen Familiennamen  auch auf meinen Blog führt. Dadurch inspiriert, greife ich das Thema nun doch auf. Rund 40 Kunden hatte ich vor drei Wochen meinen Weihnachtsbrief geschickt.

Darin hatte ich thematisiert, dass Jesus im Neuen Testament auch mit dem Wort zitiert wird: “Ich bin nicht gekommen, den Frieden zu bringen, sondern das Schwert.” Und habe meine Adressaten ermutigt, stets klar, scharf und wahrhaftig zu sein. Zugegeben, mein Impuls drängt sich nicht gleich auf, weshalb ich noch ausführte, dass dieser Satz von dem Mann stammt, dessen Geburt (wir) Christen an Weihnachten feiern.

Die Reaktionen waren wie immer zwiespältig, wenn ich Menschen an meiner Gedankenwelt teilhaben lasse. Einige fanden meine Ausführungen “typisch der Fromm”, “tiefsinnig” oder einfach “provokativ”. Ein Kunde, der den Brief nur erhielt, weil wir zu Beginn des Jahres einen kleinen Umsatz mit ihm gemacht hatten, reagierte aber prompt per Mail, dankte für meine Gedanken und forderte mich auf, mich Anfang Januar wegen eines größeren Projektes, das er mit uns realisieren wolle, bei ihm zu melden.

Damit ich aber nicht übermütig, blind oder selbstverliebt werde, erreichte mich über einen Umweg auch die Information, dass ein Adressat meine Zeilen “ehrlich gesagt überhaupt nicht verstanden” habe und sie “unpassend” findet. Das tat weh. Kurz überlegte ich, ob ich reagieren soll. Doch weil die Rückmeldung nicht direkt kam, ließ ich es. Über einen Dialog gerade in solch wichtigen Fragen hätte ich mich aber gefreut. Denn die vielen standardisierten “Frohe Weihnachten”- und “Merry Christmas”-Karten, die keinerlei persönlichen Bezug haben, berühren mich wiederum nicht.

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