Stressige Zeiten brauchen kühlen Kopf

Eine schöne Aufgabe und hautnah: Pressegespräch mit Klaus Töpfer in Tuttlingen, zu dessen Rechter ich am Mittwoch saß.
Aufmerksame Leser haben es bemerkt: Aktuell schreibe ich meine Beiträge nicht montags, mittwochs und freitags, weil mir einfach die Zeit nicht reicht. So ballen sich derzeit sehr viele Presseaktivitäten. Highlight der vergangenen Woche war die Hausmesse bei Desma, Weltmarktführer für Spritzgießmaschinen, in Fridingen. Mehr als 300 internationale Gäste erlebten am ersten Tag Ex-UN-Umweltdirektor Klaus Töpfer in der Tuttlinger Stadthalle.
Erstmals war ich damit beauftragt, für das Event, das seit 1991 erst zum 7. Mal stattfand, die Pressearbeit zu machen. Dazu gehörte auch, Kollegen aus China, Kanada, England oder Italien auf Englisch zu betreuen, sowie das Pressegespräch mit Töpfer im Anschluss an seinen Vortrag über "Kampf um bezahlbare Energie" zu moderieren. Letzteres mussten wir nicht zuletzt deshalb improvisieren, weil der Ex-Umweltminister mit bzw. trotz massiver Rückenschmerzen angereist war.
Ab Donnerstag nachmittag ging es an die Nachberichterstattung insbesondere in der Fachpresse für Kunststoffe, Kautschuk und Sondermaschinenbau und parallel galt es, die Pressekonferenz mit Wettermoderator Jörg Kachelmann bei meinem Kunden Aton-Solar in Lachingen am Montag vorzubereiten. Unter anderen haben SWR und FAZ ihr Kommen zugesagt. Überschneidend meldeten sich ab Freitag bereits wieder die Fachjournalisten, die von Desma u.a. zurück an ihre Schreibtische in Mailand oder Montreal gekehrt waren.
Bei unserem Ammerbucher Kunden Design Tech findet zudem am Montagabend dessen Jahreshighlight statt: Werbepapst Manfred Gotta ist Gast beim 8. Ammerbucher Design Talk, zu dem sich mehr als 70 Vorstandsvorsitzene und Geschäftsführer angemeldet haben. Der Erfinder von Markenname wir Targobank oder Twingo zieht offenbar die Unternehmer wie zuvor beim ADT kein anderer.
Zwischen all diesen Events war und ist das ganz normale Tagesgeschäft zu machen. Denn in unserer Fünf-Personen-Klitsche bin ich massiv in das operative Geschäft mit mehr als 20 Dauerkunden eingebunden. Da bin ich schon froh, dass intern die Prozesse und Pessekontakte gut gespurt sind, wir das journalistische Handwerk perfekt beherrschen und ich über die Routine von mittlerweile 20 Jahren in der redaktionellen Verantwortung verfüge.
Denn sperrige Kunden, divenhafte oder überforderte Redakteure und IT-Probleme ("Sie haben meine Mail gar nicht erhalten?") sorgen selbst bei regulärem Arbeitspensum für genügend Unwägbarkeiten. Aber ich will nicht jammern: Es ist ein schönes Gefühl, gebraucht zu werden und gefühlt sind die Arbeitstage und -wochen sehr kurz. Allerdings freue ich mich auch, wenn es nach Oktober ruhiger wird.
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