leonhard fromm der medienberater

20Jan/120

Perfektionist im Hintergrund: Roland Eitel

Sympathische Begegnung: Gestern hatte ich kurz die Gelegenheit, Roland Eitel persönlich kennenzulernen.

Sympathische Begegnung: Gestern hatte ich kurz die Gelegenheit, Roland Eitel persönlich kennenzulernen.

Gestern hatte ich das Vergnügen, Roland Eitel in Esslinger persönlich zu treffen. Der frühere Sportredakteur der Esslinger Zeitung ist der Intimus von Jürgen Klinsmann, Joachim Löw und anderen Sportgrößen in Sachen Kommunikation und Außenwirkung. Den Strippenzieher im Hintergrund hatte ich vor rund 13 Jahren persönlich kennengelernt als Klinsi die Ehrung als "Regionaut" beim Verband Region Stuttgart bekam und Wolle Kriwanek sein Laudator war. Als Freund und Beobacher der beiden wohnte Eitel der Feier bei. Und seither habe ich auch seine Telefonnummer.

Den neuerlichen Kontakt hat der Salacher PR-Berater Enrico Müller hergestellt, mit dem ich seit Herbst kooperiere und der seinerseits in seiner Zeit im Sportsponsoring bei Mercedes mit Eitel zu tun hatte. So loteten wir gestern im Dreiergespräch aus, wo evtl. Ansatzpunkte für eine Zusammenarbeit bestehen und ob die Chemie zwischen uns allen stimmt. Denn letztlich geht es auch hier um Vertrauen.

Zuvor hatte ich Eitel als Referent erlebt, wie er die Vertriebsleute der AOK Neckar-Fils motivierte. Dabei erzählte der PR-Berater, wie Klinsmann, Löw & Co. seit 2004 die deutsche Fußball-Nationalmannschaft aus der Krise und 2006 zur Weltmeisterschaft im eigenen Land geführt hatten. Unaufgeregt, bescheiden und sachlich zeigte Eitel in vielen Details auf, was den Gesamterfolg ausmacht.

Wie zum Beispiel Klinsmann keinen Konflikt scheute, um immer wieder den Blick aufs Wesentliche zu lenken: Dass zum Beispiel Sponsoren bei Mannschaftsessen etc. ausgeschlossen waren, um das Team auf sich selbst zu fokusieren. Oder wie der Entscheidungs- und anschließende Informationsprozess lief, dass Jens Lehmann vor Oliver Kahn den Vorzug als Torhüter erhielt - gegen vielfältige Interventionen des FC Bayern oder des DFB.

Das gefällt mir an Eitels Arbeitsweise und erinnert mich an die eigene: Dass nicht sofort losgelegt wird (Aktionismus), sondern sehr akribisch alle Details ausgeleuchtet und bedacht werden und alles Seitherige und früher Bewährte auf den Prüfstand kommt. Und zwar unter sachlichen, menschlichen und PR-relevanten Aspekten. Das hat viel mit Psychologie und Wertschätzung zu tun, aber auch mit knallhartem Wissen um Mechanismen, Bereitschaft zum Wandel und damit, dass man sein Handwerk beherrscht.

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