leonhard fromm der medienberater

13Feb/120

Geo-Cleaner: Werden Sie Mitglied

Machen gemeinsame Sache für ine sauberere Umwelt (v.l.): Renate Schäfer, Gudrun Fischer, Leonhard Fromm, Pierre Deraed, Christian Pietig und Harald Hasselmann. FOTO: Steffen Horak

Machen gemeinsame Sache für eine sauberere Umwelt (v.l.): Renate Schäfer, Gudrun Fischer, Leonhard Fromm (mit Drecksack), Pierre Deraed (beide knieend), Christian Pietig und Harald Hasselmann. FOTO: Steffen Horak

Statt sich darüber zu ärgern, dass Mitmenschen achtlos ihren Unrat fallen lassen und damit unser Lebensumfeld vermüllen, hat mein Freund Christian Pietig im Januar 2011 eine Initiative gestartet, wonach er täglich ein Papierchen, eine leere Zigarettenschachtel oder eine Dose aufhebt, die auf seinem Weg liegt und diese im nächsten Mülleimer entsorgt. "Nicht nach dem Staat rufen, die fehlende Erziehung kritisieren oder einen Leserbrief schreiben, sondern selbst konkret handeln und Vorbild werden", begründet der 47-Jährige seine Initiative.

Und weil er von Haus aus Manager ist, hat er doch eine Homepage geschaltet und einen Verein mit Sitz in Ismaning bei München gegründet, um der Idee unter dem Motto "one piece a day" mehr Kraft zu verleihen. Am Samstag haben wir uns dort im evangelischen Gemeindehaus getroffen, um mit acht Engagierten zu überlegen, wie wir den Gedanken stärker in die Breite tragen.

Aktuell sind wir 41 Mitglieder, weshalb der Müllzähler soeben bei 13807 Stücken stand und sich täglich um 41 steigert. Das heißt, registriert sich ein Leser meines Blogs nach Lektüre dieses Beitrags zusätzlich, erhöht sich die tägliche Zählerfrequenz auf 42. Außerdem sind wir auf Facebook registriert, wo bislang 37 Personen "Gefällt mir" gepostet haben.

Am Samstag haben wir uns alle verpflichtet, jeweils bis 1. Juli fünf Menschen dafür zu gewinnen, dass sie sich auf der Homepage (unter Angabe ihrer e-Mail-Adresse) registrieren, so dass wir unsere Mitgliederzahl verdoppeln und zugleich e-Mail-Adressen haben, denen wir vielleicht viermal jährlich einen Newsletter zusenden dürfen. Daneben kann man auch Vereinsmitglied werden, das dann einen Jahresbeitrag entrichtet, der steuerlich absetzbar ist.

Also gibt es vier Versionen, den Geo-Cleaner zu unterstützen: Vereinsmitgliedschaft (z.B. auch für Leute, die nicht im Internet sind), Registrierung auf der Plattform (mit hinterlegter e-Mail-Adresse), Facebook-Posting oder einfach so "im Stillen" täglich ein Stück Müll aufheben. Letzteres ist auch in unseren Freundeskreisen weit verbreitet, weshalb viele sich nicht digital outen wollen. Unser Gegenargument ist es, damit die junge Generation zu erreichen, die sich in der Großgruppe am wohlsten fühlt. Aber auch für Medien, Sponsoren (oder Politiker?) könnte Geocleaner attraktiver sein, wenn er neben Qualität auch Masse hat.

So verteilte Christian an die gekommenen Vereinsmitglieder den orangenen "Drecksack", den Rucksackhersteller Deuter und Bergreiseveranstalter Summit im Rahmen einer DAV-Kampagne gesponsert haben, damit Wanderer stets Unrat auf ihrem Weg oder vor Berghütten einsammeln und mitnehmen können. Die Idee hat also sehr wohl Potential. Auch erhielt jeder ein paar Handschuhe im grünen Geocleaner-Design, um den Dreck aufzuheben. Und mit den bisherigen Vereinsbeiträgen und Spenden wurden etwa grüne, visitenkartengroße Doppelkärtchen und im November Weihnachtskarten gedruckt, um Freunde, Kollegen oder Mitschüler zu informieren.

Unter dem Tag "Geocleaner" werde ich hier künftig gelegentlich berichten, was es Neues über die Müllsammler gibt und auch auf Facebook einmal monatlich etwas Substantielles dazu schreiben. Vielleicht kann ich auch unseren Kunden ETG aus der Recyclingbranche für den Geocleaner gewinnen, um einfach mehr Power für diese gute Idee zu entfalten.

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