leonhard fromm der medienberater

16Jan/120

Neue Homepage ist endlich “scharf”

Der Serverwechsel, mit dem ein Vertragswechsel einher ging, hat sich nun drei Wochen länger hingezogen als gedacht. Passiert ist es dennoch: Seit gestern haben wir einen komplett neuen Internetauftritt. Das schwarz-rot-weiße Design verdanken wir der Bad Boller Werbeagentur Projekt e, die in diesem Style bereits unser Kundenmagazin und unsere Visitenkarten gestaltet hat. Im nächsten Schritt folgen dann dieser Blog, das Briefpapier und Anzeigen, falls wir mal welche schalten sollten oder andere Werbematerialen.

Auf den ersten Blick ist die Startseite nun viel Social Media-tauglicher. Bei den Dienstleistungen, die in der Praxis längst umfassender waren, haben wir nun Services wie Kundenmagazine, Filme oder PR-Coaching ergänzt und rund 20 Referenzen von Kunden mitgeliefert, die belegen, dass wir auch können, was wir behaupten. Neu ist die Rubrik "Fromm & Friends", in der ich Prominente zeige, mit denen ich (beruflich) zu tun habe. Heute bspw. mit Ministerpräsident Kurt Beck in Pirmasens.

Ich freue mich sehr, nun diese neue Homepage präsentieren zu können. In ihr steckt deutlich viel mehr Arbeit als man ihr auf den ersten Blick ansieht. Seit 2001 war sie - inklusive der Fotos von mir - nahezu unverändert, obwohl sich so viel in diesen zehn Jahren um mich herum in dieser Agentur entwickelt hatte. Andererseits wurde die alte Homepage bis zum Schluss als aussagekräftig und informativ gelobt und fanden neue Kunden den Weg zu mir. Mal sehen, wohin mich die neue Homepage führt. Über Kommentare und Rückmeldungen freue ich mich sehr.

Den Weg zu uns finden Sie auch über meine Beiträge auf Google+

13Jan/120

Stéphane Hessel: Empört euch!

Ein Vorbild an Zivilcourage: Stéphane Hessel.

Ein Vorbild an Zivilcourage: Stéphane Hessel.

Eindringlich ruft der 94-jährige Stéphane Hessel in seiner Streitschrift "Empört euch!" zum friedlichen Widerstand gegen die Ungerechtigkeiten in unserer Gesellschaft auf: Gegen die Diktatur des Finanzkapitalismus, gegen die Unterdrückung von Minderheiten und gegen die Umweltzerstörung unseres Planeten. Gelesen habe ich die 14-seitige Streitschrift des Überlebenden des KZs von Buchenwald zu Beginn des Jahres.

Hessel, der während des Dritten Reiches in der französischen Résistance gegen die Nazis sein Leben riskierte, war 1948 Mitautor der Menschenrechtserklärung der Vereinten Nationen. Ab Oktober 1945 vertrat der gebürtige Berliner, der als Siebenjähriger mit seinen Eltern nach Paris zog und 1937 französischer Staatsbürger wurde, als Diplomat Frankreich bei der UN. Im KZ hatte Hessel dem Publizisten Eugen Kogon ("Der SS-Staat") das Leben gerettet, in dem er ihm zu einer neuen Identität verhalf.

Hessels Broschüre passt in meine derzeitige Verfassung, wonach ich seit Sommer u.a. wegen S 21, des Afghanistankriegs und der Eurokrise der Überzeugung bin, wieder politischer werden zu müssen, um das Feld nicht den anderen zu überlassen. Das armselige Agieren des Bundespräsidenten Christian Wulff in eigener Sache bestätigt mich einmal mehr darin, dass eine radikale Neuorientierung, personell wie inhaltlich, erforderlich ist, die Herausforderungen dieses Jahrhunderts zu meistern. Persönliche Eitelkeiten und finanzielle Interessen sind da völlig kontraproduktiv.

11Jan/122

2011 erstmals 500.000 Euro Umsatz

Im Sommer 2011 hatte ich es als ehrgeiziges Ziel prognostiziert. Jetzt ist es eingetroffen: Tatsächlich hat unsere Agentur, die seit Februar fünf Mitarbeiter umfasst, im abgelaufenen Jahr mit 502.667,31 Euro erstmals mehr als eine halbe Million Umsatz gemacht. 2010 waren es erst 379.000 Euro, was aber immerhin im bundesweiten Branchenranking Platz 131 einbrachte. Wo wir dieses Jahr landen, wird sich in drei Monaten erweisen, wenn Research & Result das aktuelle Ranking veröffentlicht.

Für das laufende Jahr, in dem ab März eine sechste Redakteurin das Team ergänzt, sage ich jetzt Mal 0,63 Mio. Euro voraus. Der Grund: Seit Januar haben wir einen 23. Kunden, der sich mit einer Monatspauschale von uns in den Medien platzieren lässt und mit mehreren Kunden machen wir nun höhere Umsätze, weil wir etwa das Leistungsspektrum um Social Media-Aktivitäten erweitert haben. Teils steigen auch unsere Honorarsätze.

Bei einigen Firmen haben wir aktuell auch Angebote laufen. Kommt davon nur eines zum Auftrag, ist das ehrgeizige Umsatzziel für 2012 erreichbar. Und dort, wo etwa Umsätze wegbrechen könnten, fangen wir das erfahrungsgemäß mit Projekten auf, die meist der Einstieg in eine dauerhafte Zusammenarbeit sind. Dazu möchte ich sagen, dass Wachstum zwar kein Selbstzweck ist, uns bislang aber (fast) jeder Kunde auch stärker gemacht hat.

Denn personelles Wachstum ermöglicht es uns, parallel zur persönlichen Kundenbetreuung Spezialisten für internationale PR (Sprache), Kundenmagazine, Filmproduktion oder Wikipedia aufzubauen. Dasselbe gilt für die Pflege der rund 2500 Journalistenkontakte, die wir unterjährig pflegen. Auch hier gibt es Kollegen, die besonders einzelne Bundesländer, Branchen, Business-Titel oder TV-Sender in den Blick nehmen.

Denn was sich hier so leicht liest, ist im Alltag doch schwere Kommunikationsarbeit. Auch Führungsarbeit, um den einzelnen Kunden, einzelnen Kollegen oder auch die Gesamtstrategie im Blick zu behalten. Denn hinzu kommen Kooperationen mit der Bad Boller Werbeagentur projekt e, freien PR-Beratern sowie weiteren Journalisten, freien Fotografen und Kameraleuten, so dass der Gesamtumsatz nochmals höher ist, den wir letztlich bewegen. Für das laufende Jahr suchen wir zudem einen Studenten, der als Praktikant das Potential mitbringt, unser nächster Volontär zu werden.

9Jan/122

Den erlösten Krieger kultivieren

Ganz neue Einsichten und Perspektiven: Der erlöste Krieger Leonhard Fromm erkundet sich in der Gruppe vor dem Spiegel. FOTO: WEISS

Ganz neue Einsichten und Perspektiven: Der erlöste Krieger Leonhard Fromm erkundet sich in der Gruppe vor dem Spiegel. FOTO: WEISS

Spannende Einsichten in psychologische Grundmuster und in mein eigenes Verhalten und meine Wirkung auf andere habe ich beim sechsten Teil meiner gestaltpädagogischen Ausbildung vorige Woche (03. bis 07.01.) im Bildungshaus Untermarchtal zum Thema "Trommeln und Masken" gewonnen. Am zweiten Tag gestalteten wir 32 Teilnehmer aus einer Fülle von Materialien individuelle Masken, mit denen wir später im Plenum je einzeln rund zehn Minuten auftraten.

In der Teilgruppe von 16 überwiegend Lehrern und Sozialarbeitern aber auch Selbstständigen hatten dann die "Zuschauer", die im Spalier saßen, an dessen oberem Ende ein Ganzkörperspiegel stand, unterschiedlichste Trommeln, mit denen sie die Bewegungen des Maskierten möglichst stimmig begleiten sollten. So wurden große Gesten und Stampfen ebenso intoniert, wie etwa das Sinnieren der Maske vor dem Spiegel oder ihr Kauern am Boden.

Anschließend reflektierte der Wiener Gestalttherapeut und Kursleiter Robert Michor mit uns das Erlebte, Gehörte und Gesehene. Gerade die Vielzahl der Auftritte, die Gestalten der Masken und der Ausdruck ihrer Träger zeigten, wie unterschiedlich die Charakteren der Teilnehmer (und der Menschen generell) sind. Dabei geht es nicht um richtig oder falsch, gut oder schlecht, sondern um die Fülle von Handlungs- und Präsentationsmöglichkeiten, die uns im Alltag begegnen und die natürlich viel mit Wesen und Prägung der Akteure zu tun haben.

Die vier Grundmuster der Masken oder Rollen nach C.G. Jung, so referierten die Trainer im Theorieteil, sind der König (kontrollieren), der Krieger (durchsetzen), der Magier (kreativ sein) und der Liebende (in Beziehung sein), die alle in jedem von uns angelegt sind. Je nachdem, wo in Kindheit und Vergangenheit Defizite entstanden, überwiegen einzelne Rollen oder verdrängen andere gar. Die Trainer unterscheiden auch zwischen "erlöst" und "unerlöst".

So kann der erlöste Krieger Grenzen ziehen und klar nein sagen, wo der unerlöste Krieger alles attackiert, was sich bewegt. Oder der erlöste Magier hat in seiner Kreativität den Blick auf das Machbare, während der unerlöste Magier zum Manipulator wird, der mit Menschen und deren Gefühlen spielt. Immer wieder praktische Übungen zur Selbsterfahrung und Methoden, mit denen sich die Kursteilnehmer gegenseitig Rückmeldung geben, halfen, das Gelernte in diesen vier emotional dichten Tagen zu verinnerlichen und erlöste Verhaltensweisen auszuprobieren.

7Jan/120

Mein Expertenstatus festigt sich

Mit großer Genugtuung habe ich eben nach meiner Rückkehr aus einer gestaltpädagogischen Weiterbildung auf Markos Medien-Podcast das leicht gekürzte Interview angehört, das ich dem Münchner Hörfunkredakteur Marko Schlichting am Dienstag gegeben hatte. Offenbar muss es in einer Version von 2:33 Minuten in 17 privaten Hörfunkkanälen in Bayern und Baden-Württemberg gelaufen sein, wie ich einer Mail und einem lobenden Facebookeintrag eben nach meiner Rückkehr entnehme.

Ich danke dem Redakteur, der quasi ein überregionales Mantelprogramm für regionale Privatsender prozuziert, dass er mir die Chance gegeben hat, meine Position zu entfalten. Im Idealfall wird auf diese Weise ein öffentlich-rechtlicher Sender im Bereich TV oder Radio, oder auch ein privates Talk-Format auf mich aufmerksam und prüft, ob man den Mann mit dem schwäbischen Idiom und den glasklaren Ansichten vor ein Mikrofon setzen kann.

Klar wäre das gut für meine Publicitiy und meine Ansichten. Aber auch den Sendern würde es mal guttun, unverbrauchte Köpfe und Stimmen zu Wort kommen zu lassen statt immer wieder Christdemokrat Heiner Geißler für alles,  den Philosophen Richard David Precht für die Befindlichkeit und Ex-Verbandsfunktionär Heinz Olaf Henkel für die Interessen der Wirtschaft zum Gequassel zu bitten.

Es geht mir hier nicht um meine Person, aber um das Prinzip. Es fehlt überall an Mut, mal etwas Neues zu machen. Meine Idee, Wulff könne seine Bezüge nach all diesem Herumgeeiere auf Dauer zur Hälfte spenden, hielte ich unbedingt für ein Signal, das ihn in die Herzen der Bürger (zurück-)brächte und eine Haltung sichtbar machen würde, die uns an Margot Käßmann im Frühjahr 2010 so gut gefallen hatte. Es ist doch wirklich nicht so schwer.

3Jan/120

Bundespräsident. Retten durch Teilen

Mein Blogeintrag von vor Weihnachten bzgl. Bundespräsident Christian Wulff und seiner unsäglichen Agitation in der Affäre um seine Privathausfinanzierung hat mir heute den Anruf eines Redakteurs vom Radiodienst, Deutschlands größter Nachrichtenagentur für Hörfunk eingebracht. Marco Schlichting hatte meinen Beitrag per Google gefunden und mich als Berater für Krisen-PR für interessant genug befunden für seine Kunden und deren Hörer.

Das völlig spontan am Telefon geführte Interview dauerte rund 15 Minuten. Ohnehin wollte ich heute über die jüngste Enthüllung schreiben, dass Wulff nicht mehr tragbar sei, nachdem nun heraus kam, dass er bei Springer-Verlag und Bild-Chefredaktion versucht hatte, die Recherchen um seine Hausfinanzierung zu unterbinden. Daraufhin fragte mich Schlichting, was ich Wulff als PR-Berater in der akuten Situation empfehlen würde.

Spontan antwortete ich, er solle sich öffentlich für seine charakterliche Inkompetenz entschuldigen und - im Amt bleiben. Denn sonst müsse das Volk auch ihm noch jährlich auf Lebenszeit 200.000 Euro Pension zahlen. Akzeptabel sei evtl., wenn er dem deutschen Volk vor versammelter Presse anbiete, im Amt zu bleiben, sich ab sofort Mühe zu geben und die Hälfte seiner Bezüge dauerhaft für einen sozialen Zweck zu spenden.

Diese Geste müsse aber sofort und von ihm (oder seinem Berater) kommen und nicht erst, wenn 20 Journalistenkollegen meine im Privatrundfunk publizierte Position in der Breite postulierten. Denn dann zeige Wulff wieder, dass er nicht macht, was der Anstand gebietet, sondern was die Medien fordern. Insgesamt redete ich mich in dem Interview ziemlich in Rage, weil die Sitten überall - auch im Journalismus - verlottern und alles nur noch auf Wirkung ausgerichtet ist und nicht mehr auf eine ethische Grundhaltung.

Mehr dazu und von mir auf Google+

30Dez/110

Künstler räumt mit der Kunst auf

Eine Bekannte aus Berlin hat mir kürzlich von Ursus Wehrli erzählt. Der Schweizer Künstler zerschneidet bspw. Drucke berühmter Künstler wie Kadinsky oder Dix und sortiert diese Bilder dann nach Farben. Durch diese Verfremdung zeigt er, wohin Ordnungssinn führt, wenn er zum Zwang wird. Ein entsprechender Kunstband seiner Arbeiten wurde offenbar zum Bestseller.

Das Beispiel zeigt, wie sich Kunst und Kreativität immer neue Bahnen brechen und Neues schaffen, was uns Menschen zum Denken und Reflektieren anregt. Spontan kam mir beim gemeinsamen Spaziergang durch ein Wohngebiet die Idee, die hier - wild durcheinander - geparkten Autos nach Farben, Marken oder Kennzeichen neu zu sortieren. Oder die Anwohner nach Geschlecht, Alter, Familienstand, Beruf, politischer Gesinnung etc.

Sofort merkte ich (mal wieder), dass alle Betrachtungen eine Frage der Perspektive sind. Dass es aber auch eine Frage der Stringenz ist, neue Gesetzmäßigkeiten (Sortierkriterien) zu schaffen, wie dies bspw. Steve Jobs in der IT-Branche mit Apple gelungen ist. Es ist gut, dass Künstler wie Ursus Wehrli, Unternehmer wie Steve Jobs oder andere Provokateure uns immer wieder neue Blickwinkel zumuten. Die Botschaft: Es geht auch anders.

Das weitet den Horizont, macht staunend, ermöglicht neue Einsichten und erweitert letztlich die Handlungsklaviatur. Ich bin auch in meiner Arbeit bemüht, immer weniger das Handeln anderer zu bewerten, sondern mich eher zu wundern, dass man eben auch anders handeln, reagieren oder empfinden kann als ich es tue. So werde ich einerseits toleranter und flexibler, andererseits lerne ich immer besser, mich so zu artikulieren, dass beim anderen ankommt, was ich ihm vermitteln will.

27Dez/110

2011 wird die Welt demokratischer

Tunesien, Libyen, Ägypten, aktuell Syrien. Ein bißchen Birma. Auch Stuttgart 21 und die Abwahl der CDU in Baden-Württemberg. Und die Russen nehmen ihre manipulierte Putin-Wahl auch nicht mehr einfach so hin. 2011 hat sich "das Volk" vielerorts weltweit zu Wort gemeldet und teils - über große Opfer hinweg - einen langen Atem bewiesen. So gesehen, war und ist 2011 ein gutes Jahr für die Demokratie.

Diese Gesinnung des Mitdenkens, der Transparenz und des glaubwürdigen Umgangs bricht sich auch in der katholischen Kirche immer mehr Bahn, zumindest in Europa, wo die Aufklärung am weitesten fortgeschritten ist. In Österreich hat am 19. Juni erstmals eine Pfarrer-Initiative um den frühreren Wiener Generalvikar Helmut Schüller den Klerus zum Ungehorsam aufgerufen.

Dem 59-Jährigen zolle ich großen Respekt. Denn er gab sein Amt als zweitmächtigster Mann hinter dem Bischof zurück, um sich nicht weiter mitschuldig zu machen an all den Ausführungen und Bestimmungen, die nicht mehr der Weitergabe des Glaubens dienen, sondern fast ausschließlich dem Machterhalt des Klerus. Statt dessen ist er nun Pfarrer auf dem Land, wo er den Menschen dient.

Ich selbst bin im Sommer 2010 aus der Kirche ausgetreten, weil ich mit meinen Kirchensteuern nicht mehr Strukturen aufrechterhalten will, in denen Pfarrer und Pastoralreferenten mit kranker Psyche vom System gedeckt werden. Wo augenfällig nicht die Nächsten- und Feindesliebe der Anspruch sind, sondern Selbstverwirklichung und gemütliches Einrichten im etablierten, beamtenähnlichen System.

Mein Bruder, ein Kurskollege des jetzigen Diözesanbischofs Gebhard Fürst, bspw., der der Kirche 13 Jahre als Priester gedient hat und dann vor mehr als 25 Jahren demütig sein Priesteramt aufgab, weil er sich für das Leben mit einer Frau entschied, verlor damals alles. Er jammerte darüber nicht, er lebte die Beziehung aber auch nicht im Verborgenen, sondern stand zu der Frau, die er liebte - mit allen Konsequenzen. Weder wurde er zum Spötter, noch zum Zyniker, wohinein viele Ex-Priester - aus Selbstmitleid - verfallen.

Sogar in die Schweiz zog er, um überhaupt wieder im kirchlichen Dienst - dort als Gemeindeleiter - arbeiten zu können. Vielen Menschen dort ist er ein wundervoller Seelsorger und ein Sprachrohr christlicher Positionen. Doch Mutter Kirche hat ihm lebenslänglich gegeben. Keine Gnade. Nie wieder soll er als Priester die heiligen Sakramente feiern dürfen. Weil er so ehrlich war, seine Beziehung öffentlich zu machen. Der Protest wächst.

Laut einer Studie stehen bundesweit eine Million Christen vor ihrem Kirchenaustritt. Ich denke, vielen geht es mittlerweile nicht mehr darum, Geld zu sparen. Im Gegenteil. Ich spende bspw. seither gezielt mindestens das Doppelte, weil mich authentische Christen mit ihrer Leidenschaft begeistern und diesen Geist möchte ich mit Geld weiter entfachen. Immer mehr treten aus, weil sie diese leere Hülle in ihrer Verlogenheit anekelt. Ich denke, erst dieser Reinigungseffekt, die Karthasis, wird den Geist Gottes IN der Kirche wieder entfachen.

22Dez/110

Christliche Weihnachtswünsche

Seit Tagen habe ich erhöhte Zugriffszahlen auf meinen Blog. Der Grund: Viele Menschen googeln "christliche Weihnachtswünsche", wofür ich ein Schlagwort (Tag) aus den Vorjahren habe, oder "fromme Weihnachtswünsche", was offenbar durch meinen Familiennamen  auch auf meinen Blog führt. Dadurch inspiriert, greife ich das Thema nun doch auf. Rund 40 Kunden hatte ich vor drei Wochen meinen Weihnachtsbrief geschickt.

Darin hatte ich thematisiert, dass Jesus im Neuen Testament auch mit dem Wort zitiert wird: "Ich bin nicht gekommen, den Frieden zu bringen, sondern das Schwert." Und habe meine Adressaten ermutigt, stets klar, scharf und wahrhaftig zu sein. Zugegeben, mein Impuls drängt sich nicht gleich auf, weshalb ich noch ausführte, dass dieser Satz von dem Mann stammt, dessen Geburt (wir) Christen an Weihnachten feiern.

Die Reaktionen waren wie immer zwiespältig, wenn ich Menschen an meiner Gedankenwelt teilhaben lasse. Einige fanden meine Ausführungen "typisch der Fromm", "tiefsinnig" oder einfach "provokativ". Ein Kunde, der den Brief nur erhielt, weil wir zu Beginn des Jahres einen kleinen Umsatz mit ihm gemacht hatten, reagierte aber prompt per Mail, dankte für meine Gedanken und forderte mich auf, mich Anfang Januar wegen eines größeren Projektes, das er mit uns realisieren wolle, bei ihm zu melden.

Damit ich aber nicht übermütig, blind oder selbstverliebt werde, erreichte mich über einen Umweg auch die Information, dass ein Adressat meine Zeilen "ehrlich gesagt überhaupt nicht verstanden" habe und sie "unpassend" findet. Das tat weh. Kurz überlegte ich, ob ich reagieren soll. Doch weil die Rückmeldung nicht direkt kam, ließ ich es. Über einen Dialog gerade in solch wichtigen Fragen hätte ich mich aber gefreut. Denn die vielen standardisierten "Frohe Weihnachten"- und "Merry Christmas"-Karten, die keinerlei persönlichen Bezug haben, berühren mich wiederum nicht.

19Dez/110

Gute Vorzeichen für 2012: Beck kommt

Eigentlich sollte es ja diese Woche deutlich ruhiger werden, doch die Vorzeichen für 2012 stehen schon wieder auf Power: Etliche Kunden besprechen anstehende Projekte mit mir oder geben Termine für das kommende Jahr durch. Einen, auf den ich mich bereits freue, ist der Besuch von Ministerpräsident Kurt Beck bei meinem Kunden PKM in Pirmasens. Wie von mir seit Monaten prognostiziert, gewährt uns der rheinland-pfälzische Landesvater am 16. Januar, einem Montag, gerade mal 90 Minuten.

Mit Engelszungen musste ich meinem Kunden ausreden, daraus ein großes Event mit Kunden und allem Möglichen zu machen. Denn die langjährige Erfahrung lehrt mich, dass die Nettozeit noch kürzer ist, weil der Gast zur Toilette muss, kurz telefoniert oder mit seinem persönlichen Referenten tuschelt. Deshalb kommen wir jetzt vor allem mit Fotograf und Kameramann und setzen auf die Kraft der Bilder.

Ohnehin fühlt sich der Pfälzer Sozialdemokrat am wohlsten unter den "einfachen Leuten". Entsprechend machen wir mit ihm einen ausführlichen Betriebsrundgang, ein kurzes Pressegespräch und ermöglichen noch ein kurzes Zwiegespräch zwischen meinem Kunden, dem Deutsch-Türken Deniz Cevikalp, und Kurt Beck, damit dieser verinnerlicht, in Pirmasens einen Landessohn zu haben, der gleichermaßen für vorbildliche Ausländerintegration wie für unternehmerische Dynamik steht.

Denn PKM produziert Hightech-Verpackungsmaschinen und plant 2012 eine Erweiterungshalle. Und wenn wir dank guter PR (Fotos, Film, Pressekontakte, intelligentes Protokoll) auch dafür sorgen, dass Beck gut aussieht, erinnert sich der Spitzenpolitiker umso eher wieder an die Mechatronik-Firma in Pirmasens. Und beim Sommerfest zeigen wir dann in einer lauen Sommernacht hunderten PKM-Kunden wie Procter & Gamble, Stihl oder Siemens via Film, dass sogar schon der Landesvater da war.