Tour extrem 2010 ist bereits Geschichte
Es ist 21:38 Uhr. Um 5 Uhr sind Konrad und ich mit Heidi und Horst im Sprinter in Nizza losgefahren, nachdem am Vorabend dort große Strandparty mit Tänzerinnen und Feuerschlucker war. Mit im Auto - 13 Rennräder. Wolfgang, Jürgen, Stephan und Erhard waren bereits am Sonntag geflogen, die anderen heute um 14:15 Uhr. Gegen 17 Uhr treffen alle parallel in Eislingen vor Thomas' Haus ein. Ich bringe Konrad in Göppingen auf den Bahnhof, wo er den nächsten Zug nach Heilbronn nimmt.
Nun habe ich meine Mails und die Post gecheckt und gönne mir zum Abschluß diesen Blogeintrag. Sehr gerne hätte ich chronologisch die Tour dokumentiert, doch leider hatten wir unterwegs kein Internet oder nur analog sehr langsam. Vermutlich gibt es einen tieferen Zusammenhang zwischen stimmungsvoller Bergwelt und IT-Ferne. Immerhin habe ich in Vercelli schon mal zwei längere Passagen über die Etappen durch die Schweiz auf dem Laptop verfasst, die Texte aber nicht ins Netz gekriegt.
Die elfstündige Rückfahrt durch massive Gebirgszüge ließ nochmals nachklingen, was unser elfköpfiges Peloton geleistet hat. Denn auf der Karte war gut sichtbar, dass wir oft nur 30, 40 Kilometer von der Autobahn entfernt, durch dieselben Landschaften geradelt sind. Es ist schon faszinierend, was man mit dem eigenen Körper zu leisten vermag und welche Kraft in ihm (und welcher Wille im Kopf) steckt. Diese Erinnerung bleibt, wenn der Alltag und uns wieder zerreiben will: Unsere Kraftquellen sind stärker und tiefer.
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