leonhard fromm der medienberater

3Feb/110

Wie die Wirtschaft von Kunst profitiert

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Vor der beeindruckenden Kulisse von mehr als 200 Jahre alten Hochöfen, Turbinen und Webstühlen haben Mitarbeiter meines Büros in Dortmund einen Film produziert. Das Thema: Warum kreatives, künstlerisches Denken der Wirtschaft gut tut. Dies war das Thema eines Symposiums der Erfinderwerkstatt ID factory der TU Dortmund, unterstützt von der Preissing AG.

700 Wissenschaftler, Künstler und Unternehmer ließen sich beispielsweise von Neurobiologe Gerhard Hüther erklären, dass Erfolg im Kopf nur mit Begeisterung entsteht, die am ehesten durch gemeinsame Kreativität angeregt wird. Konkret helfen Studenten unterschiedlichster Fakultäten in der ID factory seit zwei Jahren Unternehmen: Sie analysieren Unternehmen konzeptionell auf ihr Wesen – um daraus Kunstobjekte zu gestalten.

Dies können Videoinstallationen, Skulpturen oder Plakate sein, die den Unternehmern einen anderen Blick auf ihr Tun eröffenen. Ein Fan dieser Arbeit ist Guido Kohnen. Sein Ingenieurbüro IKB aus Freinsheim bei Mannheim will schleichender Betriebsblindheit vorbeugen. Das Thema Schallschutz im Städtebau griffen die Studenten deshalb auf. Heraus kamen Pusteblume-Häuser, Lichtquellen aus Lärm, schockgefrorener Schall, High-Heels mit Gummi-Dämmung oder wattierte Kirchen.

Zwar ist keines dieser Werke eins zu eins realisierbar. Doch der IKB-Chef, der Städte wie Frankfurt, Mannheim oder Esslingen in Sachen Schallschutz berät und Gutachten zur Siedlungspolitik erstellt, ist seither lockerer im Kopf. Diesen Blick über den Tellerrand kann der Sachverständige gut gebrauchen. Statt wie bisher vorwiegend Verkehrsführung, Energiefluss und Lufthygiene zu betrachten, sieht er nun auch Softfacts wie demographischer Wandel, Landflucht oder Modetrends.

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