leonhard fromm der medienberater

15Jul/110

Geo-Cleaner sucht Mitstreiter

Mein Freund Christian aus München hat sich voriges Jahr beim Spazierengehen immer darüber geärgert, dass an der Isar, im Park oder seinem Wohnquartier überall soviele Papierchen, leere Zigarettenschachteln und anderer Unrat umherlagen, die ihn störten. Statt aber nach dem Stadtreinigungsamt zu rufen, sich über mangelnde Erziehung junger Leute zu ärgern oder einen Leserbrief in der Süddeutschen zu schreiben, entschloss sich mein Freund, ab sofort täglich ein Stück Müll aufzuheben.

Christians Klugheit zeigt sich wieder darin, dass er ein Stück - täglich - aufhebt. Und nicht wie ich, sofort den halben Stadtwald auf einmal reinigen würde, um anschließend cholerische Anfälle zu bekommen. Ich glaube, sein Verhalten nennt man nachhaltig. Und weil der Manager zwei Jahre, die ihn prägten, in den USA studiert hat, versucht er sein Verhalten zu duplizieren. Kurz: Die Geo-Cleaner-Idee war geboren.

Zum Jahreswechsel gründete er mit sechs Freunden in seinem Haus in Ismanig den zugehörigen Verein (aus terminlichen Gründen konnte ich nicht Gründungsmitglied werden), schaltete die Homepage scharf, gründete auf Facebook eine Gruppe und brachte visitenkartenartige Reminder in Umlauf, die ich auch stets bei mir trage. Seit einigen Monaten bin ich Vereinsmitglied und zahle einen Jahresbeitrag, um die Idee in die Breite zu tragen. Eine weitere Maßnahme ist dieser Blogeintrag.

Deshalb die Bitte, liebe Leser, gehen Sie auf die Homepage www.geo-cleaner.com und registrieren Sie sich. Tragen Sie die Idee evtl. in Ihrer Familie, Ihrer Firma oder Ihrer Schule in die Breite, so dass wir immer mehr "Aufräumer" werden, die nicht mehr nach dem Staat oder anderen anderen rufen, sondern einfach anfangen. Jeder in seinem Bereich. Denn wenn sich der Einzelne verändert, verändert sich die Welt.

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