Mauro ist einer von uns
Wenn es einen Beweis gebraucht haette, weshalb ich am Montag 25 Stunden nach Buenos Aires zu Mauro unterwegs war, waere dieser bereits gestern erfolgt. Muede vom Sightseeing des Regierungssitzes, der Kathedrale, des Parlaments, der Oper und mancher Plaetze und Denkmale, sass ich mit meinem argentinischen Gastgeber in einem Cafe. Unter anderem erzaehlte er, dass er an der Uni, an der er Volkswirtschft studiert, eine Initiative gegruendet hat.
Seither betreut er mit 20 einheimischen Tutoren 70 Studenten aus Europa, Nord- und Suedamerika. Sie klaeren ganz praktische Fragen, wo es Zimmer gibt, was an der Fakultaet zu beachten ist oder helfen bei Behoerdenkram und Telefonaten. Wer Mauro kennt, weiss, dass er auch Tipps hat, wo man in einer alten Fabrikhalle argentinischen Tango lernen kann oder welche Disco die Gaeste nicht uebers Ohr haut.
Als Mauro das gestern eher beilaeufig in fluessigem Deutsch erzaehlte, war ich richtig stolz auf ihn. Und ich spuerte, was unsere Freundschaft ausmacht. Er will die Welt auch besser machen und dazu ganz konkret seine Beitraege leisten.
Seine Reisebegleitung in den kommenden zehn Tagen ist ein grosses Geschenk fuer Gudrun und mich. Auch hier in Buenos Aires managt er die Dinge virtuos fuer uns, wenn es etwa keine Tickets mehr fuer eine Stadtrundfahrt gibt oder er Einheimische anspricht, damit sie unser Trio alle zehn Minuten vor irgeneinem Monument fotografieren.
Morgen fliegen wir um 5.30 Uhr weiter nach Rio Gallegos, Mauros Heimatstadt in Patagonien. Nach drei Stunden Inlandsflug nach Suedpatagonien, fahren wir weitere zwei Stunden nach Virgenas, um Pinguine zu treffen. Auch nach Ushuaia, den suedlichsten Punkt Agentiniens kommen wir, aber zuvor wandern wir im chilenischen Grenzgebiet.
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